Polizei aus Weiden hilft

Turmfalke gegen BMW: Vogel überlebt Zusammenstoß mit Auto und sitzt „hinter schwedischen Gardinen“

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Ein Falke hat einen Zusammenstoß mit einem BMW erstaunlich gut verkraftet. Es war jedoch einiges an Arbeit notwendig, ihn wieder aus dem Auto rauszuholen.
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Kurioser Einsatz für die Polizei im oberpfälzischen Weiden. Sie mussten einen eingeschlossenen Falken aus einem BMW-Kühlergrill befreien.

Weiden in der Oberpfalz – In einem Duell Auto gegen Vogel zieht in der Regel immer der Vogel den Kürzeren. Wenn beide bei voller Fahrt aufeinander prallen, geht das fast immer schlecht für das Tier aus. Aber manchmal passiert etwas, dass man nicht glauben kann, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Gut, dass diesmal die Polizei aus Weiden in der Oberpfalz Fotos davon gemacht hat.

Falke stößt mit BMW zusammen: Polizisten aus Weiden befreien den Vogel

Am Donnerstag, 11. August, kam es in der Nähe der oberpfälzischen Stadt zu dem verhängnisvollen Aufeinandertreffen zwischen BMW und Turmfalke. Die beiden stießen laut Polizei zusammen, was jedoch nicht mit dem Tod des Vogels endete. Die Fahrerin des BMW stellte zu ihrer und später auch zur Verwunderung aller fest, dass der Falke durch die Lüftungsschlitze in den Kühler des Wagens gerauscht ist. Dort schien er nahezu unverletzt auf Rettung zu warten. In der Mitteilung der Polizei heißt es dazu: Der Vogel habe hinter „schwedischen Gardinen“ gesessen „und von dort aus alle Beteiligten verdutzt“ angeguckt.

Der Turmfalke konnte wohlbehalten aus dem Auto gerettet werden.

Nachdem die Fahrerin die Beamten verständigt hatte, brachten diese den BMW zu einer Werkstatt. Dort versuchten die Werkstattmitarbeiter und die Polizisten den Falken aus dem Kühlergrill zu befreien. Die Mechaniker bauten den Grill aus und der Vogel wurde aus seinem nicht selbstgewählten Käfig befreit.

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In den USA zog ein Autofahrer einen ganzen Truthahn aus dem Kühlergrill (Video)

Turmfalke hat einen Schock und eine Gehirnerschütterung

Anschließend sagte ein Sprecher der Polizei: „Dem Vogel schien es relativ gutzugehen.“ Genauer in Augenschein nahmen den Greifvogel kurze Zeit später die Mitarbeiter einer Auffangstation in Regenstauf (Landkreis Regensburg). Der Leiter gab hernach bekannt, dass der Falke wohl einen Schock und eine Gehirnerschütterung erlitten habe. „Vom Kopf her ist er aber noch nicht da, weil er noch kein Fluchtverhalten zeigt und mit den Flügeln schlägt“, sagte Ferdinand Baer vom Landesbund für Vogelschutz. Das Tier nehme aber schon Futter auf. Gut möglich sei, dass der Falke schon in einigen Tagen in die Freiheit entlassen werde. (tel mit dpa)

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