20 Tiere gequält

„Knuspi Steak, frischer geht nicht“: Mann brät Ratte lebendig in Pfanne – und muss für fast drei Jahre in Haft

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Im Gerichtssaal zeigte der Mann ein „Peace“-Zeichen in die Kamera.
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Ein Serientierquäler steht in Weiden erneut vor Gericht. Der Mann hatte eine Ratte lebendig gebraten, insgesamt soll er rund 20 Tiere getötet haben.

Update vom 9. November, 15.30 Uhr: Ein Mann hat mehr als 20 Ratten und Vögel auf sadistische Weise getötet (siehe Erstmeldung) und Handyvideos davon anfertigte. Dafür muss er jetzt für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Berücksichtigt wurde beim Strafmaß, dass der Mann vorbestraft war und dass sowohl die Tatausführung als auch die Gesinnung des Mannes – der sich über die Qualen der Tiere amüsierte – besonders grausam waren, sagte der Sprecher.

Erstmeldung vom 9. November, 8 Uhr: Weiden – Ein Tierquäler muss sich in Weiden in der Oberpfalz ein drittes Mal vor Gericht verantworten: Der Mann quälte rund 20 Ratten und Vögel auf sadistische Weise zu Tode. Von den Taten dreht er Handyvideos.

Weiden: Serientierquäler erneut vor Gericht

Im Februar 2022 hatte das Bayerische Oberste Landesgericht (BayObLG) in Nürnberg das zweitinstanzliche Urteil des Landgerichts Weiden aufgehoben, nun wird am Mittwoch (9. November, 13 Uhr) erneut verhandelt. Im November 2021 war der Mann in Weiden wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Dagegen gingen er und die Staatsanwaltschaft jedoch in Berufung.

Ein Mann briet eine lebendige Ratte in der Pfanne, einen andere zündete er an (Symbolbild).

Der Senat des BayObLG betonte einem Sprecher zufolge damals zwar ausdrücklich, dass das Strafmaß grundsätzlich angemessen sei. Jedoch sollte ein psychiatrisches Gutachten zur Schuldfähigkeit des Mannes erstellt werden. Sollte diesem verminderte Schuldfähigkeit oder gar Schuldunfähigkeit bescheinigt werden, steht statt einer Haft die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung im Raum. Am Mittwoch wird nun das Ergebnis des Gutachtens erwartet.

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„Knuspi Steak, frischer geht nicht“: Mann brät Ratte lebendig in Pfanne

Der Mann hatte die Tiere im Frühjahr 2020 nach und nach in einer Zoohandlung gekauft. Eine Ratte briet er lebendig in der Pfanne und kommentierte dies mit „Knuspi Steak, frischer geht nicht“. Eine weitere Ratte übergoss er mit Feuerzeugbenzin und zündete sie an, einer anderen schnitt er die Pfötchen ab. Die Filmsequenzen, auf denen zu hören ist, wie er sich über das Leid der Tiere amüsiert, schickte er damals an eine Bekannte. Diese ging damit zur Polizei.

In erster Instanz war der Mann vor dem Amtsgericht Weiden zu zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Dagegen waren sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung in Revision gegangen. (kam/dpa)

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