VonChristiane Mühlbauerschließen
Die Feuerwehr Benediktbeuern feiert in diesen Tagen schon Bescherung: Das neue, 350 000 Euro teure Löschfahrzeug ist da und steht seit wenigen Tagen im Gerätehaus.
Benediktbeuern – „Das ist ein Weihnachtsgeschenk für uns“, freut sich Kommandant Daniel Sliva. Am Mittwoch wurde das neue Fahrzeug übernommen. Neun Mitglieder der Wehr sowie eine Gruppe mit Bürgermeister Toni Ortlieb waren zum Fahrzeughersteller Rosenbauer nach Leonding in Oberösterreich gefahren, um die technischen Einweisungen zu absolvieren und das Fahrzeug abzunehmen.
Das Löschfahrzeug LF 20 KatS mit besonderer Zusatzbeladung für Katastrophenschutzeinsätze ersetzt ein Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1981. Das 38 Jahre alte Fahrzeug hatte bei Einsätzen zunehmend technische Probleme.
Das neue Fahrzeug hat laut Sliva einen Wassertank mit 2500 Litern. „Eine Besonderheit ist, dass man schon während der Fahrt in Schrittgeschwindigkeit 300 Meter Schlauch verlegen kann. Das ist bei großen Wegstrecken sehr hilfreich und spart Minuten.“ Auch Ausstattung und Sicherheitseinrichtungen sind jetzt auf dem neuesten Stand. „Im alten Fahrzeug gab es noch nicht mal Sicherheitsgurte“, sagt Sliva.
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Das neue Fahrzeug kostet 350 000 Euro und wird zum größten Teil von der Gemeinde finanziert. Kosten spart, dass die Feuerwehr Teile der Ausrüstung, die im alten Fahrzeug bereits erneuert wurden, übernehmen kann, etwa Atemschutzgeräte, Tragkraftspritze und Stromerzeuger.
In den kommenden Wochen werden die Feuerwehrmitglieder für den Umgang mit dem neuen Fahrzeug geschult. Erst dann wird es in Betrieb genommen und das alte ausgemustert. Es soll verkauft werden. Die Bürger können das neue Fahrzeug im Frühjahr kennenlernen, wenn es den kirchlichen Segen erhält und ein Tag der offenen Tür stattfindet.
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Nach einer Werksführung beim Fahrzeughersteller wurde die Heimreise angetreten. Gerätewart Stefan Moosmang saß als Erster hinterm Steuer. „Wir haben uns alle 30, 40 Kilometer abgewechselt“, berichtet Sliva und schwärmt: „Es fährt sich richtig gut.“ Nur Bürgermeister Toni Ortlieb durfte nicht ans Steuer, „denn er hat keinen Lkw-Führerschein“, bedauert Sliva und meint schmunzelnd: „Der Bürgermeister durfte es nur kaufen.“
