Waitzinger Wiese überfüllt

Überraschung: Weil‘s am Habererplatz kostet, parken plötzlich alle hier

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Ausweich-Parkplatz: Während Autofahrer auf dem Habererplatz fürs Parken zahlen müssen, können sie ihre Fahrzeuge auf der Waitzinger Wiese kostenlos abstellen. Eine Option, die immer besser angenommen wird.
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Seit das Parken auf dem Habererplatz in Miesbach kostenpflichtig ist, sind dort viele Stellflächen frei. Zu viele, meinten zuletzt einige Stadträte. Jetzt wurde wieder diskutiert.

Miesbach - Das war absehbar: Seit für das Parken auf dem Habererplatz in Miesbach Gebühren verlangt werden, hat sich dort die Zahl der parkenden Autos deutlich verringert. Zwar nicht am Markt-Donnerstag, wohl aber an den übrigen Tagen. In der Folge kamen im Stadtrat zuletzt Zweifel auf, ob man am Ende nicht vielleicht zu viel Parkplatzfläche für zahlende Fahrer reserviert habe. Der Bauausschuss, der sich am Dienstagabend mit dem Thema befasste, kam jedoch zu dem Ergebnis: Alles soll so bleiben wie bisher. Vorläufig jedenfalls.

Bürgermeisterin Ingrid Pongratz (CSU) hatte den Leerstand vor allem im Bereich zwischen Habererplatz und AOK-Parkplatz ausgemacht. 35 Stellplätze seien durchschnittlich unbelegt, weshalb sich vor allem Geschäftsleute mit der Bitte um Lockerung der Gebührenpflicht an das Rathaus gewandt hätten. „Leer müssen sie ja auch nicht sein“, fand die Rathaus-Chefin. Zudem herrsche am benachbarten AOK-Parkplatz Chaos. „Da werden jetzt die Wege zugeparkt.“

Doch einige im Gremium sahen das anders. „Endlich findet man dort sofort einen Platz“, stellte Franz Mayer (CSU) fest. Dafür werde die ungeliebte Waitzinger Wiese immer besser angenommen. „Das war doch unser Ziel.“ Deshalb sei es jetzt wichtig, die Waitzinger Wiese attraktiv zu machen und vollständig zu teeren. Vielleicht könne man so noch mehr Leute motivieren, dort zu parken. Und wenn die Fläche durch das Volksfest belegt sei, müsse man „unten andere Regelungen finden“.

Zustimmung bekam Mayer von Michael Lechner (FWG). „Der Lernprozess beim Parken braucht einen längeren Zeitraum“, stellte der Dritte Bürgermeister fest. „Wenn wir kurzfristig immer wieder etwas ändern, geht jede Stabilität verloren.“ Auch Verbesserungen rund um die Volksfestwiese befürwortete er. „Wir brauchen dorthin einen sicheren, sauberen Weg, der beleuchtet und im Winter geräumt ist.“ Die Umsetzung sei kein Problem, stellte der Grünanlagenreferent fest: Nur ein Baum stehe im Weg. Pongratz stimmte zu – der Weg sei ein Thema für den Stadtrat.

Positiv kam die Idee an, ein Tagesticket für den Habererplatz einzuführen. Dafür fand der Vorschlag aus der Bevölkerung, ganzjährige bezahlte Parkausweise auszustellen, wenig Anklang. „Wenn der Parkplatz voll ist, ist er voll“, sagte Pongratz. Unzufriedenheit sei absehbar. Deshalb sei dies keine Option.

ddy

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