Im Verkehrsausschuss gingen die Meinungen auseinander

Einbahnstraße an der Ammerschule: Sperren oder nicht sperren?

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Diese Zufahrt zum Parkplatz, sie bildet den nördlichen Abschnitt der Straße „In der Au“, könnte nach Vorschlag der Weilheimer Agenda 21 gesperrt werden.
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Zwei Zufahrten gibt es zum Parkplatz an der Ammerschule. Eine davon, eine Einbahnstraße, braucht’s nicht, finden Mitglieder der Agenda 21. Im Verkehrsausschuss hingegen gingen die Meinungen auseinander.

Weilheim – Rund 60 Meter liegen die beiden Zufahrten von der Lohgasse zum Parkplatz an der Ammerschule in Weilheim auseinander: Eine ist nahe der Grundschule, die andere, eine Einbahnstraße, gegenüber der Giesingerstraße. Der Arbeitskreis „Mobilität und Verkehr“ der Weilheimer Agenda 21 beantragte, Letztere, die nur als Zufahrt dient, zu sperren und nur noch als Geh- und Radweg freizugeben. Der Verkehrsausschuss des Stadtrats diskutierte in seiner jüngsten Sitzung über den Vorschlag.

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Einbahnstraße an der Ammerschule: „Es ist kein Gefahrenpunkt“

Wie im Gremium ausgeführt wurde, sei die Sperrung laut der Agenda 21 aus zwei Gründen sinnvoll: Zum einen, weil dadurch der ohnehin südlich angeschlossene Geh- und Radweg verlängert wird – er gehöre zur wichtigen Süd-Nord-Fahrradverbindung zum Bahnhof. Zum anderen, weil im Bereich der jetzigen Zufahrt drei bis vier neue Parkplätze geschaffen werden könnten.

Doch einige standen dem Vorschlag skeptisch gegenüber. Walter Weber vom Ordnungsamt sagte, dass man aus Sicht der Verwaltung „nichts ändern“ müsste. „Die Einfahrt ist eindeutig, sie ist übersichtlich. Es ist kein Gefahrenpunkt.“ Eine Schließung der Einbahnstraße könne zudem zu einer Verdopplung des Verkehrs bei der Einfahrt nahe der Schule führen.

Ins selbe Horn stieß Klaus Gast. „Es spielt sich alles vor der Ammerschule ab“, warnte das CSU-Stadtratsmitglied. In der Vergangenheit sei die Idee schon einmal aufgekommen, die Schule habe damals Bedenken angemeldet. „Ich würde es so lassen, wie’s ist.“

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Einbahnstraße an der Ammerschule: Kein „nennenswerter Verkehr“?

Manuel Neulinger (Grüne) konnte die Bedenken nicht nachvollziehen. In der Einbahnstraße „fließt nicht annähernd so viel Verkehr wie bei der Ammerschule“, sagte er. Eine Verdopplung der Anzahl der Fahrzeuge drohe nicht. „Es wäre schon sinnvoll, die ohnehin wenig genutzte Einbahnstraße zu sperren.“ Rüdiger Imgart (AfD), Referent für Straßen und Gehwege, begrüßte den Vorschlag ebenso: „Ich erkenne nicht, dass dort nennenswerter Verkehr stattfindet.“

Zur Klärung schlug Gast vor, erneut bei der Schule nachzufragen. Auch eine Verkehrszählung stand im Raum. „Eine Zählung kann man machen. Ich weiß aber nicht, was die Schule noch beitragen soll“, sagte Neulinger. Auch Horst Martin (SPD) war skeptisch: „Wir wissen doch selbst, dass da nicht viel los ist. Müssen wir so einen Aufwand betreiben? Haben wir es nicht im Kreuz, so eine kleine Maßnahme selbst zu entscheiden?“

Laut Alfred Honisch (Grüne) ginge es darum, „Bedenkenträger mit einzubeziehen“. Auch Gast sieht es als „komischen Umgang mit Bürgern an, wenn wir so etwas vor einer Schule machen und nicht bei der Schule nachfragen“. Von einer Abstimmung wurde abgesehen. Die Schule soll um Stellungnahme gebeten werden.  

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