Beim Herbstsingen „Da Summa is uma“ in Weilheim am Samstag haben hochkarätige Musikanten aus Bayern und Österreich mitgemacht. Es moderierte eine gebürtige Weilheimerin, die heute beim Rundfunk arbeitet.
Weilheim – Wenn die ersten Blätter fallen, dann ist es Zeit in Weilheim, mit dem schon legendären Herbstsingen „Da Summa is uma“ den goldenen Herbst zu begrüßen. Bereits zum 29. Mal trafen sich am Samstag Musikanten aus nah und fern, um ihr Publikum in der wie immer voll besetzten Stadthalle mit echter Volksmusik, mal laut, mal leise, zu erfreuen. Launig war die Eröffnung durch Martin Schwarzenbrunner, den Vorsitzenden des Heimat und Trachtenvereins Weilheim, der das Herbstsingen ausrichtet: „Ich mache heute eine Begrüßung ohne Begrüßungsrede“, sagte er gut gelaunt: „Griaß euch, schön, dass ihr da seid. Spendiert der musikalischen Zunft schon mal einen Applaus“, bat Schwarzenbrunner.
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Dieser Aufforderung folgten die Besucher nur zu gerne, denn auf der Bühne hatten sich hochkarätige Musiker aus Bayern und Österreich versammelt. Den Auftakt machten lautstark die sieben g’standenen Männer der „Oimsumma Musi“ aus Mittenwald mit einem schneidigen „Stammtisch-Marsch“. Ebenso flott folgten „Blusnknepf“, vier junge Damen aus Salzburg, die mitreißende Stückln zu dem wunderbaren Volksmusikabend beitrugen. Die jüngsten in der Musikantenrunde waren die „Bernard Dirndl“; sie erfreuten mit leisen Melodien wie „Aba aus is mitn Summa“ und Jodlern. Der „Steibay Gsang“, teils aus der Steiermark, teils aus Bayern, brachte gediegene Stückln wie „Jetzt is da Summa a vorbei“. Und „D’Stommtischsänger“ aus Österreich sangen von da Alm oder „Mir sen vo da drinna“.
Auch Weilheim war musikalisch vertreten
Weilheim wurde durch die „Ammertaler Hausmusik“ vertreten, die schon seit 1982 gemeinsam musiziert. Witzig, jung und spritzig war auch die Moderation durch Katharina Baur. Die gebürtige Weilheimerin, die beim Bayerischen Rundfunk Volksmusiksendungen moderiert, unterhielt sich gekonnt mit den Gruppen, ließ sie erzählen, wie sie zusammenkamen, wer die Lieder schreibt oder wie sie sich zum Üben treffen. Dabei wurde so manch witzige Anekdote preisgegeben.
Nach dem gemeinsamen Lied „Kimmt schee hoamli de Nacht“ war dann noch nicht Schluss: Die begeisterten Zuhörer forderten noch zwei Zugaben ein – der „Steibay Gsang“ verabschiedete sich mit „Almfrieden“ und „Blusnknepf“ mit dem „Plankenauer Walzer“. Friedl Entenmann hatte auch heuer wieder ein gutes Händchen bei der Zusammenstellung der Gruppen bewiesen und so für einen abwechslungsreichen, rundum gelungenen Abend gesorgt. Auch die Quote stimmte: Die Mitwirkenden waren zur Hälfte Frauen, zur Hälfte Männer. „Da sollten sich die Politik und die Wirtschaft mal eine abschneiden“, witzelte Katharina Baur.
Freunde unverfälschter Volksmusik können sich schon jetzt auf das nächste, das 30. Herbstsingen in Weilheim freuen: am 10. Oktober 2020.
Inge Beutler
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