Zum Fall der qualvoll verendeten Jagdhündin „Jule“

Lebensmittel in der Natur bei Marnbach: Hundebesitzerin sieht Gefahr für Vierbeiner

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Gabriele Künne mit ihrem geliebten „Wolle“.
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Wohl weil sie bei einem Spaziergang verdorbene Essensreste fraß, ist die Hündin der Familie Dierkes aus Sindelsdorf qualvoll gestorben. Dass ein freilaufender Hund mitten in der Natur auf Essen stößt, das dort zurückgelassen wurde, ist kein Einzelfall. Das bestätigt Hundebesitzerin Gabriele Künne aus Marnbach.

Künne hat zwar etwas andere Erfahrungen gemacht als die Familie Dierkes, deren zehnjährige Hündin Jule unter schlimmen Schmerzen Anfang Januar verendete. Aber seit etwa einem halben Jahr stellt Künne, wie sie berichtet,  immer wieder fest, dass am Waldrand westlich von Marnbach Lebensmittel platziert werden. „Drei bis vier Meter vom Weg entfernt“ habe sie dort Reis mit Gemüse schon genauso gefunden wie Nudeln, Eier und Fisch.

Künne nimmt an, dass die Nahrungsmittel für Wildtiere gedacht sind. Doch diese Art der Fütterung kommt bei der Hundebesitzerin, die ihren Vierbeiner gern bedenkenlos frei laufen lassen möchte, gar nicht gut an.

Ihr Hund „Wolle“, ein Golden Retriever,  sei zwar dahingehend trainiert worden, dass er beim Gassigehen nichts Herumliegendes frisst, sagt Künne. Er sei aber trotzdem nicht zurückzuhalten, wenn er etwas zum Fressen riecht.

Der Hund von Gabriele Künne fraß beim Gassigehen Nudeln und bekam Durchfall

So kam es laut Künne schon vor, dass das Tier, das allergisch auf Getreide reagiert, Durchfall hatte, nachdem es beim Spazierengehen Nudeln gefunden und gefressen hat. Die Hundebesitzerin hat auch Angst, dass ihr „Wolle“ auf eine solche Weise etwas Verdorbenes oder Vergiftetes zu sich nehmen könnte.

Sie sieht für sich angesichts solcher Gefahren nur zwei Möglichkeiten: „Wolle“ auf der gemeinsamen Stammstrecke, die von Marnbach über den Weg „Am Hecherried“ zum Wald führt, an die Leine zu nehmen oder mit dem Vierbeiner woanders Gassi zu gehen. Doch, wie Künne sagt, sind ihr leider auch an anderen Stellen in der Nähe ihres Wohnortes schon Lebensmittel aufgefallen, die in der Natur herumlagen. sts

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