- VonRafael Salaschließen
Die Goaßlschnalzer des Heimat- und Trachtenvereins ließen die Peitschen knallen, Akkordeonmusik spielte auf, dazu gab es einen Imagefilm. Mit einem vielfältigen Programm wurden rund 80 Neu-Weilheimer beim – nunmehr zum zweiten Mal ausgerichteten – Neubürgerempfang im Stadttheater willkommen geheißen.
Weilheim – Bürgermeister Markus Loth (BfW) hielt eine Rede, anschließend gab es einen Umtrunk, Gemeindemitarbeiter verteilten Infoschriften und versüßten den Nachmittag mit Keksen. Wer wollte, konnte sich Führungen anschließen: einer Altstadtbesichtigung mit Stadtarchivar Joachim Heberlein oder einer Besichtigung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.
„Sie sollen wissen, Weilheim freut sich, dass Sie alle in unserer schönen Stadt wohnen“, sagte der Rathauschef. „Sie sind in eine weltoffene Stadt gekommen.“ Zugezogene hätten es in der Stadt nicht schwer, Fuß zu fassen.
Umfangreiches Freizeitangebot in Weilheim
„Weilheim bietet vielfältige Möglichkeiten, sich in das Gemeinwohl einzubringen“, sagte Loth mit Blick auf das reichhaltige Vereinsleben, die zahlreichen Arbeitskreise – darunter die Agenda 21 – und das umfangreiche Freizeitangebot. Loth forderte die Bürger auf, von all dem Gebrauch zu machen und sich gemeindlich zu engagieren.
Vor allem aber sollten sie Spaß haben, in Weilheim zu wohnen: „Ich wünsche Ihnen, dass sich alle Ihre Erwartungen erfüllen.“ Viele Neubürger sind wegen der Liebe nach Weilheim gezogen. „Meine Frau wohnt hier, wir sind gerade dabei, uns im neuen Haus einzurichten“, verriet Stefan Pörsel, der vor kurzem aus Kirchheim östlich von München in die Kreisstadt kam.
Weilheim hat gute Anbindung an die Landeshauptstadt
Der IT-Spezialist schätzt vor allem das große Freizeitangebot – und die Tatsache, dass Weilheim so gut an die Landeshauptstadt angebunden ist: „Alle 30 Minuten fährt ein Zug nach München, die Innenstadt ist wunderschön – was will man mehr?“.
Auch Sandra Nesselbosch ist der Liebe wegen nach Weilheim gekommen. Bis vor Kurzem hat sie noch in Bad Heilbrunn gelebt, wohnt jetzt hier mit ihrem Freund zusammen. Vor allem die vielen Seen und die Nähe zu den Bergen schätzt sie.
Johannes Oberhäuser hat es aus Pullach im Isartal hierher verschlagen – und er freut sich vor allem über die Nähe zu den Bergen: „Es ist ja nur ein Katzensprung von hier in die Alpen, und die Seen sind auch nah.“
Der Empfang hatte auch ein politisches Gewicht
In Weilheim Fuß zu fassen, kurze Behördengänge zu erledigen und vor allem die Stadt kennenzulernen – das ist auch das Anliegen der Gemeindeverwaltung: „Wir wollen die neuen Mitbürger begrüßen und ihnen zeigen, was Weilheim alles zu bieten hat“, sagte die Leiterin des Amts für Stadtförderung, Kultur und Tourismus, Sabine Herbstreit.
Um dem Empfang auch politisches Gewicht zu geben, war aus allen Stadtratsfraktionen ein Vertreter anwesend. Loth forderte die Bürger auf, das Gespräch mit ihnen zu suchen, Fragen zu stellen und sich auch gesellschaftlich zu engagieren, denn „Weilheim ist eine Stadt, die Zukunft hat.“
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