VonAndreas Baarschließen
Die Oberland-Ausstellung in Weilheim steht in den Startlöchern. Über 300 Aussteller zeigen sich. Mehr als 35 000 Besucher werden erwartet. Es gibt viel Bewährtes, aber auch einen Verlust.
Weilheim – Schon kurz nachdem sich vor zwei Jahren die Türen der Oberland-Ausstellung (Orla) auf dem Weilheimer Volksfestgelände geschlossen hatten, begannen bei Veranstalter Josef Albert Schmid die Planungen für 2019. Vom 2. bis 6. Oktober ist es soweit, die Region zeigt zum 22. Mal seit 1977 ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Leistungsstärke.
Kein Wunder, dass Weilheims Stadtoberhaupt die Orla würdigt. „Das ist eine der bedeutendsten Gewerbemessen im Oberland“, sagte Markus Loth (BfW) bei der Pressekonferenz im Vorfeld. Die Orla sei ein „beliebter Treffpunkt für Jung und Alt und für Familien“.
Über 300 Aussteller aus 28 Branchen
Ein Treffpunkt, der wieder mehr als 35 000 Besucher anziehen soll. 2017 wurden laut Messefirma JWS 36 180 Besucher und 300 Aussteller gezählt. Schmid zufolge zeigen sich heuer in den zehn Hallen über 300 Aussteller aus 28 Branchen, von Altbaumodernisierung bis Zweiradhandel.
Bauen, Wohnen und Energie sind die großen Themen. Holzbau sei im Trend, so die Veranstalter. Darüber hinaus gibt es an den fünf Messetagen über 125 Aktionen, wie Schmid stolz vorrechnet. „Das hast du in anderen Gegenden nicht.“
Die Orla strahle weit über den Standort hinaus – bis Garmisch-Partenkichen, Starnberg, Bad Tölz und Landsberg. Weilheim, so der Messefachmann aus dem schwäbischen Finningen-Mörslingen. sei ein guter Platz. „Einfach gigantisch.“
Einzige Einschränkung: „Es hat eigentlich eine schlechte Parkplatzsituation“, räumt Schmid ein. Proteste von Anwohnern gab es in der Vergangenheit immer wieder. Laut Ordnungsamtschef Anderas Wunder wird dem Rechnung getragen: Für die Wohngebiete im Umfeld des Festplatzes werden Halteverbote ausgeschildert. Und es gibt an drei Tagen (3., 5. und 6. Oktober) einen kostenlosen Shuttlebus.
Shuttlebus: Abfahrt ist alle zehn Minuten
Abfahrt ist alle zehn Minuten am P+R-Parkplatz am Öferl sowie an den Firmenstellplätzen bei Zarges und Motoren Bauer – dort wird jeweils ein Euro Gebühr verlangt. Wer mit dem Rad kommt, kann gemäß Hermine Zaha, Leiterin des städtischen Veranstaltungsbüros, gleich den Kontroll- und Reparaturservice der Kreisverkehrswacht nutzen.
Wie in den Vorjahren nutzen neben Firmen diverse Organisationen und Ämter die Orla als Bühne. Unter anderem bietet das Gesundheitsamt Beratungen von Organspenden bis Impfungen. Der Bauernverband und der Kreisverband Gartenkultur informieren. Beim Kreisjugendring gibt es neben zwei Escape-Rooms sogar einen 16 auf acht Meter großen Pool zum Kajak- und Kanufahren sowie Tauchen.
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Sie alle sind treue Orla-Teilnehmer. Auf eines müssen die Besucher allerdings heuer verzichten: Es gibt kein Festzelt. Dessen Aufbau sei wegen des laufenden Kindergartenbaus der Stadt nicht möglich, sagte Schmid. Deshalb wird mit der Gastronomie in die Stadthalle („die gute Stube“) ausgewichen, es gibt auch einen Biergarten.
Der Aufbau läuft auf Hochtouren. Schmid hat diesmal größere Messehallen im Gepäck, bedingt durch eine gleichzeitige Messe in Nördlingen. Beschäftigt sind um die 25 Mitarbeiter. Für den Messebetrieb plant er mit rund 15 Beschäftigten, darunter sieben Security-Kräften.
Polizei geht normal Streife
Apropos Sicherheit: Die Weilheimer Polizei hat die Orla lediglich über den normalen Streifendienst im Blick, wie Vize-Inspektionsleiter Bernd Schewe sagt. Mehr sei nicht nötig. „Das ist keine Veranstaltung, die als konfliktträchtig angesehen wird.“ Außerdem sind die Ordnungshüter eh mit einem Infostand vor Ort.
Einen besonderen Wunsch für künftige Orla-Auflagen hat Silvia Schlögel: Die ehemalige Kreisbäuerin ist mit ihrem Regionalcatering vertreten und freut sich, dass der Heimatort Peiting einen eigenen Stand hat. „Ich hoffe, dass sich auch andere Orte präsentieren“ – weil man die Messe „nicht nur als Gewerbetreibende, sondern auch als Kommune nutzen sollte“.
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