Hightech auf der Straße

Apples Kamera-Autos rollen durch den Landkreis - das geschieht mit den Fotos

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So sehen die Kamera-Autos aus, die derzeit auf den Straßen im Landkreis für Apple unterwegs sind.
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Aufmerksamen Beobachtern dürften sie schon aufgefallen sein: Seit einigen Tagen rollen seltsam anmutende Autos durch den Landkreis Weilheim-Schongau. Die Wagen mit der Kamera auf dem Dach sind im Auftrag des amerikanischen Unternehmens Apple unterwegs, um Daten für den Kartendienst Apple Maps zu sammeln.

Schongau – Seit Ende Juli sind die Fahrzeuge in ganz Deutschland unterwegs. Ausgestattet sind sie neben Foto-Kameras mit Laser-Radaren, die ihre Umgebung in 3D abtasten. Die auch unter dem Namen Lidar bekannten Geräte werden unter anderem in selbstfahrenden Autos eingesetzt. Die Fahrzeuge zeichnen zudem per GPS ihren Aufenthaltsort auf. Andere Daten werden laut Apple nicht erhoben.

Die gesammelten Daten sollen in erster Linie die Apple-Karten in iPhones und anderen Geräten des Konzerns verbessern. Apple kann aus den Fotos unter anderem Informationen wie Namen von Straßen oder Geschäften sowie zu Verkehrszeichen und Straßenführung herausziehen. Die Bilder könnten in Zukunft aber auch im neuen Panorama-Dienst „Look Around“ zum Einsatz kommen. Gesichter und Autokennzeichen würden in diesem Fall automatisch verpixelt. Derzeit ist laut dem Unternehmen jedoch ein Deutschland-Start des Konkurrenzangebots zu Googles Streetview nicht geplant.

Wer vermutet, von der Kamera eines Apple-Autos aufgenommen worden zu sein und das Bild einsehen oder löschen lassen will, kann das bei dem Konzern unter anderem per E-Mail (mapsimagecollection@apple.com) beantragen. Dabei muss man den Ort und den ungefähren Zeitpunkt der Aufnahme angeben.

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