Erfolg bei „Jugend jazzt“

Weilheims Big Band vertritt Bayern bundesweit

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Starker Auftritt: Die Big Band des Gymnasiums Weilheim beim Wettbewerbskonzert in Marktoberdorf.
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Riesenerfolg für die Big Band des Gymnasiums Weilheim beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“: Das Ensemble um Arthur Lehmann darf zur Bundesbegegnung nach Hamburg.

Weilheim/Marktoberdorf – Die erste gute Nachricht ist, dass es sie nach den massiven Corona-Einschränkungen überhaupt noch gibt, die Big Bands des Gymnasiums Weilheim. Nachdem zwei Jahre lang kaum Proben und Auftritte möglich waren, fehlt den Ensembles an vielen Schulen der Nachwuchs und die Spielpraxis. Das wurde überdeutlich beim 29. bayerischen Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ für Jazzorchester, der soeben in Marktoberdorf über die Bühne ging. Trat dort vor der Pandemie stets eine Vielzahl von Big Bands gegen- und miteinander an, so hatten die Organisatoren diesmal aus den wenigen Bewerbungen nur vier Ensembles eingeladen.

Weilheim gleich mit zwei Bands vertreten

Zwei davon, das ist die zweite gute Nachricht, kamen aus Weilheim: die „große“ Big Band sowie die Junior Big Band des Gymnasiums Weilheim, beide unter der Leitung von Arthur Lehmann. Und insbesondere Erstere räumte ab beim Wettbewerbskonzert im Saal der Bayerischen Musikakademie: Mit einer gekonnt dargebotenen Mischung aus Swing, Funk und Jazzrock hat sie die Jury unter Vorsitz von Professor Thomas Zoller aus Dresden so beeindruckt, dass sie als Vertreter Bayerns zur Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ im Mai 2023 in Hamburg weitergeleitet wird.

Im Mai 2023 geht‘s nach Hamburg

„Das ist eine tolle Sache“, freut sich Lehmann für seine Big Band, deren Altersdurchschnitt 15,6 Jahre beträgt. Die Konkurrenten – die „6 o’clock Bigband“ der Musikschule Neuried und das „Scholastika Jazz Orchestra“ des Akademischen Gesangvereins München – waren teils mit Musikstudenten besetzt und insgesamt deutlich älter; für die Bundesbegegnung kommendes Jahr sind sie sogar zu alt.

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Die Big Band des Gymnasiums Weilheim vertrat Bayern bereits dreimal auf Bundesebene, zuletzt 2017 in Frankfurt. Nun darf sie am 18. Mai also nach Hamburg reisen – wo Konzerte, Wertungsspiele, Workshops und Sessions stattfinden, unter anderem beim NDR, an der Musikhochschule und in Jazzclubs.

Ohne die „Junior Big Band“ ginge nichts

Hochzufrieden ist Lehmann freilich auch mit dem Auftritt der Junior Big Band, zumal die Pandemie bei dieser ein deutlicheres Loch gerissen hat. Die „große“ Big Band konnte er dank langjähriger Nachwuchsarbeit mit früheren „Juniors“ auffüllen. „Ich weiß nicht, ob wir ohne die Junior Big Band noch spielfähig wären“, so der Leiter.

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