Pegel steigt weiter

Dauerregen lässt nach – doch an einem Ort gilt nun die zweithöchste Hochwasser-Warnstufe

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Ein Foto aus Passau: Der Pegelstand der Donau ist mittlerweile gesunken - in Landshut steigt er dagegen noch.
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Der Regen lässt nach, in einigen Regionen Bayerns kann was das Hochwasser angeht langsam aufgeatmet werden. Doch ein Pegel steigt weiter.

Update vom 18. September, 8.02 Uhr: Nach dem vielen Regen vor allem im Süden und Osten Bayerns soll es wieder freundlicher werden. Nach Vorhersagen des DWD wird in den kommenden Tagen wieder vermehrt die Sonne scheinen, trotzdem kann es demnach auch immer wieder nass werden. Vor allem im Donauumfeld und im Alpenvorland werden am Mittwoch vereinzelte Schauer erwartet. Am Donnerstag könne es im Osten Bayerns regnen, hieß es weiter. Zum Wochenende werden dann einzelne Schauer und Gewitter in den Alpen erwartet. 

Bereits in der Nacht haben auch die Pegelstände einiger Flüsse zu sinken begonnen. Die Donau in Passau sank unter die Meldestufe 3. Im Laufe des Tages soll der Wasserstand sogar unter die Meldestufe zwei sinken, wie der Hochwassernachrichtendienst mitteilte. Ebenfalls sanken die Wasserstände der Sempt im Landkreis Erding. Auch für die Isar wird an der Messstation in Landshut für Mittwoch sinkende Pegelstände vorausgesagt. Dort galt am Morgen noch die Meldestufe drei (siehe Erstmeldung).

Erstmeldung vom 18. September, 7.15 Uhr: München - Die Hochwasser-Lage in Bayern ist noch nicht vorbei. Zwar sinken an einigen Orten die Pegelstände, die Isar steigt jedoch noch einmal an.

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Der Dauerregen im Freistaat hat mittlerweile nachgelassen, doch an der Isar in Niederbayern steigt das Wasser noch an. In Landshut wurde der Richtwert der Warnstufe 3 überschritten, wie der Hochwassernachrichtendienst (HND) Bayern meldete. Das bedeutet, dass das Wasser einzelne bebaute Grundstücke oder Keller fluten kann und Sperrungen von Straßen möglich sind. Mittlerweile wurde ein Pegelstand von 3,19 Metern erreicht (Stand 3.45 Uhr). Der Richtwert für die höchste Meldestufe 4 liegt dort bei 3,80 Metern. Laut Prognose sollte das Wasser aber nicht mehr so weit steigen.

Video: Was hat das erneute Hochwasser mit dem Klima zu tun?

An anderen Flüssen sorgen die Pegelstände dagegen für ein vorsichtiges Aufatmen. An der Sempt im Landkreis Erding sowie an der Donau in Passau sanken die Wasserstände mittlerweile unter die Richtwerte für Warnstufe 3. Die Hochwasserwarnung für Stadt und Landkreis Passau galt zunächst allerdings weiter.

Hochwasser in Bayern: Bilder zeigen Ausmaß der Wassermassen

Hochwasser in der Oberpfalz
Ein Baum steht im Hochwasser des Flusses Regen. Dieses Foto zeigt das Ausmaß der Wassermengen in Cham in der Oberpfalz. © Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hochwasser in der Oberpfalz
Eine Wiese bei Cham wurde vom Wasser überschwemmt. © Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hochwasser in der Oberpfalz
Nicht nur Wiesen, sondern auch Wege wurden in der Oberpfalz überschwemmt. © Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hochwasser in der Oberpfalz
Besonders der Süden und Osten Bayerns waren in den letzten Tagen vom Hochwasser betroffen. Noch bis Dienstagmittag, 17. September, gilt dort die Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor ergiebigem Dauerregen (Alarmstufe Rot). © Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Isar-Hochwasser, Frau mit Regenschirm überquert den von Wassermassen umspülten Kabelsteg, Dauerregen, München, 16. Septe
Auch die Isar in München führt Hochwasser, wie ein Foto des von den Wassermassen umspülten Kabelstegs zeigt. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Hochwasser in Passau
Die Uferbereiche der Passauer Altstadt wurden ebenfalls überspült. In Passau überschritt der Pegelstand der Donau am frühen Morgen des Dienstags den Richtwert der Warnstufe 3, wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldete. Mehrere Straßen, Fußwege und Parkplätze wurden gesperrt. Noch bis 12 Uhr wird dort vor Regen gewarnt. © Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Regen droht am heutigen Mittwoch, 18. September, nur noch vereinzelt. An den Alpen und im Vorland steigen die Temperaturen auf 16 bis 19 Grad, ansonsten wird es mit 20 bis 25 Grad spätsommerlich warm, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. (kam)

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