Exklusiver Wetterbericht für die Region

Es droht neuer heftiger Starkregen – und damit auch wieder Hochwassergefahr?

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Ein Hochwasser-Schild steht an einem überfluteten Feld.
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  • Martin Weidner
    Martin Weidner
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München/Landkreis – Kaum ist das Hochwasser vorbei, wird es nach einigen sommerlichen Tagen wieder unbeständiger. Doch was genau bedeutet das für das Wetter in Südostbayern? Droht der Region etwa neues Ungemach?

Neue, teils unwetterartige Schauer und Gewitter erwarten uns. Zwar handelt es sich diesmal wohl nicht um flächendeckenden Regen wie am vergangenen Wochenende, aber eben um teils kräftige Schauer, die zum Beispiel am Montagabend (3. Juni) für die Katastrophe in unseren südlichen Landkreisen gesorgt hatten. „Damit steigt auch bei uns in der Region zumindest lokal wieder die Hochwassergefahr. Oder sogar die Gefahr eines drohenden Alpenhochwassers, wenn sich größere Niederschlagsgebiete entwickeln“, erklärten die Experten von „WAS! Wetter für Altbayern und Schwaben“ hierzu.

Denn kaum sind die Wassermassen abgeflossen, droht uns schon die nächste Luftmassengrenze. Inwieweit sich diese bei uns tatsächlich ausbilden wird, ist allerdings noch nicht ganz klar und muss abgewartet werden. Dennoch sollte man diese Möglichkeit nicht außer Acht lassen, denn nach den Modellen wäre dies eine nicht unwahrscheinliche Variante in den Ensembles.

Das europäische Wettermodell ECMWF hätte sogar noch drastischere Varianten zu bieten. Dieses würde teilweise auch mehrere Vb-ähnliche Wetterlagen (also wie am vergangenen Wochenende) hintereinander berechnen. Diese würden uns extrem viel Niederschlag bringen. „Allerdings ist dies nur eine sehr frühe Berechnung und die Wahrscheinlichkeit dafür liegt unter 10 Prozent. Gefährlich ist aber, dass dieses Szenario überhaupt berechnet wird“, so die Experten weiter. Die Gefahr eines erneuten Hochwassers ist also keineswegs gebannt.

Die Aussichten für die Region im Detail:

Wetter in Südostbayern ab 8. Juni 2024.
  • Samstag (8. Juni): Der Samstag beginnt mit Frühtemperaturen zwischen 14 Grad in Rosenheim, 15 Grad in Altötting und Mühldorf, 16 Grad im Berchtesgadener Land und Traunstein. Erst am späten Nachmittag steigt von Südwesten her die Gewittergefahr an. Dabei muss auch mit lokalen Unwettern gerechnet werden. Die Höchstwerte liegen bei 25 Grad in Traunstein und 26 Grad in Altötting, Mühldorf und Rosenheim. Im Berchtesgadener Land werden bis zu 27 Grad erreicht.
  • Sonntag (9. Juni): Der Sonntag beginnt mit Frühtemperaturen von 16 Grad in Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Rosenheim und Traunstein. Immer wieder ziehen teils kräftige Schauer durch, im Süden auch mit Gewittern. Die Temperaturen erreichen 22 Grad in Mühldorf, Rosenheim und Traunstein und bis zu 23 Grad in Altötting und im Berchtesgadener Land.
  • Montag (10. Juni): Der Montag beginnt mit Tiefstwerten um 14 Grad im Berchtesgadener Land, Rosenheim und Traunstein. In Altötting und Mühldorf wird es um 15 Grad warm. Es regnet teils wiederholt, teils länger anhaltend und kräftig. Vereinzelt kann sich auch die Sonne zeigen. Die Höchstwerte erreichen nur noch 16 Grad in Traunstein, 17 Grad im Berchtesgadener Land und in Rosenheim sowie bis zu 18 Grad in Altötting und Mühldorf.
  • Dienstag (11. Juni): Der Dienstag beginnt mit Frühtemperaturen von 10 bis 12 Grad. Erneut ziehen viele Schauer durch, zwischendurch zeigt sich aber auch öfter mal die Sonne. Die Höchstwerte erreichen 17 bis 19 Grad.

Der regionale Wetterbericht wird präsentiert von „WAS! Wetter für Altbayern und Schwaben“.

Droht uns ein echter „Gruselsommer“?

Eine eindeutige Prognose ist noch nicht möglich. Sicher scheint nur zu sein, dass wir uns weiterhin nicht auf ein Sommerhoch freuen können, das uns beständiges „Sommerwetter“ bringen würde. Ganz im Gegenteil! Es bleibt wohl dabei, dass wir immer wieder mit kräftigen Schauern und Gewittern rechnen müssen. Dabei könnte uns, wie oben bereits erwähnt, sogar ein Alpenhochwasser bevorstehen.

Und der längerfristige Trend zeigt irgendwie doch in eine bestimmte Richtung: ein Sommer wie früher. So beschreibt es der Meteorologe Kai Zorn: „Wir sind in den letzten Jahren mit Sonne und Wärme total verwöhnt worden. Früher, während unseres „alten Klimas“ mit dem Mittel der Jahre 1961-90, war das normal und wir sind nach Italien „geflüchtet“, um sonniges und warmes oder heißes Sommerwetter zu haben.“ Die „Gruselsommer“ 1977 bis 1981 hatten alle das heutige Flair – den ganzen Sommer lang. Jetzt ist es eben „wie früher“. Die wochenlangen Hitze- und Dürreperioden sind nicht da und kommen vorerst auch nicht: Es geht im Gegenteil nämlich kühl und teilweise recht nass weiter. Im Süden besteht weiterhin Hochwassergefahr durch ergiebige Regenfälle...

mw

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