Am 2. Januar soll es in einigen Regionen Bayerns schneien. Neben dem Süden rund um München ist auch Franken betroffen - ein Überblick.
Update vom 2. Januar, 17 Uhr: Der Schneefall in Bayern hält auch am späten Nachmittag an. In weiten Teilen Frankens und der Oberpfalz rieseln bereits seit Stunden einige weiße Flocken vom Himmel. In Mittelfranken fuhren Kinder Schlitten. Rund um Nürnberg und Erlangen erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) noch bis 18 Uhr Schnee.
Im weiteren Verlauf des Abends zieht das Schneegebiet dann immer weiter in Richtung Süden und erreicht nach und nach auch Oberbayern. Dabei soll es unter anderem auch in Ingolstadt und München schneien. In der bayerischen Landeshauptstadt werden bis zu zehn Zentimeter Neuschnee erwartet. In den in Alpen können bis zu 30 Zentimeter, in den Allgäuer Alpen mancherorts sogar bis zu 35 Zentimeter Schnee fallen. Laut dem Niederschlagsradar von wetter.com sollen die Schneefälle in Bayern noch bis in die Nacht zu Freitag andauern.
Wintereinbruch in Bayern – Experte mit Schneeprognose für einzelne Regionen
Erstmeldung vom 2. Januar, 8 Uhr: Nürnberg - Am Donnerstagmorgen, 2. Januar, erreicht uns von Norden her das breite, kräftige Niederschlagsband einer Kaltfront. „Erst fällt Regen, dann erfolgt der Übergang zu Schneefall (Bamberg 13 Uhr, Roth 16 Uhr). Diese Schneefälle klingen dann am Abend wieder ab (Bamberg 18 Uhr, Roth 20 Uhr)“, wie Wetter-Experte Stefan Ochs (wetterochs.de) in seiner Vorhersage für die Regnitz-Region berichtet.
Anfangs liegen die Temperaturen bei plus vier Grad, bei Schneefall in tiefen Lagen und in höheren Lagen dagegen bei knapp unter null. Am Morgen sind die Böen noch stark, anschließend weht nur noch ein schwacher Wind.
Auch beim Deutschen Wetterdienst (DWD) ist für Donnerstag Schneefall in Franken angekündigt. Unter anderem für Nürnberg, Bamberg und Roth gilt eine Warnung vor leichtem Schneefall. „Es tritt im Warnzeitraum leichter Schneefall mit Mengen zwischen 1 cm und 5 cm auf. Verbreitet wird es glatt“, heißt es.
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ICON-Wettermodell: Wettervorhersage für Bayern – Schnee in Franken möglich
Beim deutschen ICON-Wettermodell bildet sich laut Ochs am Donnerstag allgemein eine Schneedecke von zwei bis drei Zentimetern in tiefen und sechs bis neun Zentimetern in höheren Lagen. Bei den anderen Wettermodellen klappt das mit der Schneedecke in tiefen Lagen unterhalb von 300 bis 400 Metern dagegen nicht. „Im Vergleich bleibt beim ICON der Schnee deshalb liegen, weil es besonders hohe (zu hohe?) Niederschlagsmengen von 15-20 mm erwartet“, erklärt Ochs weiter.
Der Freitag ist wechselnd bewölkt mit leichten Schneeschauen. Oberhalb von 350 Metern herrscht Dauerfrost, in tiefen Lagen klettert das Thermometer nachmittags vorübergehend dagegen auf leicht positive Temperaturen. Der Wind ist in Böen stark.
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„Massive Warmfront“ bringt erst Schnee und dann Regen nach Franken
In der Nacht zum Samstag ist es laut Ochs wechselnd bewölkt, kann noch Schneeschauer geben (Wahrscheinlichkeit: 50 Prozent). Außerdem herrscht leichter Frost. Der Wind flaut ab.
Am Samstag prognostiziert der Wetter-Experte für Franken eine meist starke Bewölkung. Niederschläge fallen nicht und es herrscht leichter Dauerfrost. „Am Sonntag überquert uns in der 1. Tageshälfte von Südwesten her eine massive Warmfront, die erst Schnee und dann Regen bringt.“ In der 2. Tageshälfte klingt der Regen ab und die Temperaturen klettern auf drei bis acht Grad.
In der nächsten Woche ist es am Montag mit acht Grad noch mild, bevor ab Dienstag nasskalte Luft vom Nordatlantik die Temperaturen wieder in Richtung null Grad drückt. (kam)