VonGerti Reichlschließen
Über den Gmunder Lückenweg lacht ganz Deutschland. Eine Landwirtin will ihre Grundstücke dort als Druckmittel gegen die Umgehungsstraße verwenden. Aber wie weit ist die Planung?
Gmund - Wir habend dazu mit Christian Rehm, Stellvertretender Baudirektor vom Staatlichen Bauamt Rosenheim, über den aktuellen Stand in Sachen Gmunder Umgehungsstraße gesprochen:
„Vier Projekte sind im Landkreis Miesbach im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans eingestuft. Wir können aber nicht alle gleichzeitig bearbeiten. Daher haben wir beschlossen, mit einer Umfahrung von Waakirchen und Holzkirchen zu beginnen. Das heißt für Gmund, dass die Planung dafür noch warten muss.“
Voraussichtlich 2018, so Rehm, werde man hier konkret in die Planung einsteigen. Bürgermeister Georg von Preysing sei bereits über diesen Zeitplan informiert worden, so der Stellvertretende Baudirektor. „Wenn die Zeit reif ist, dann stellen wir auch in Gmund das weitere Vorgehen vor“, so Rehm.
Über die konkrete Trassenführung könne man noch nichts Genaues sagen. Rehm: „Mit der Aufnahme eines Korridors im Flächennutzungsplan hat die Gemeinde aber gute Vorarbeit geleistet.“ Diese Arbeit wirke sich natürlich positiv auf die weitere Arbeit aus.“
Es bleibt also spannend, wer den längeren Atem besitzt: Regina Holzer, die ihre Grundstücke zwischen Dürnbach und Finsterwald als Druckmittel gegen eine Umgehungsstraße in ihrer Nähe einsetzten will, oder Bürgermesiter Georg von Preysing (CSU), der sich zumindest schon mal in Sachen Lückenweg ordentlich verkalkuliert hat.
gr
