Florian Herrmann (46) gehört seit Montag wieder dem Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder an. Für Herrmann, wie er unserer Zeitung gegenüber sagte, „eine Ehre und ein Privileg“.
Freising – Garantie, so Herrmann, dass man einen Ministerposten wieder erhält, gebe es keine. Und deshalb war die Nachricht, dass ihm Söder auch weiterhin das Vertrauen schenke, ihn abermal zum Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und zum Staatsminister berufe, ein echter Grund zur Freude für Herrmann. Und besonders freue ihn, dass sein Aufgabenfeld gegenüber der bisherigen Arbeitsplatzbeschreibung ja noch einmal erweitert wurde: Herrmann ist nicht nur Staatsminister für Bundesangelegenheiten wie bisher, sondern nunmehr Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie für Medien.
Sein neues, größeres Aufgabengebiet beschreibt Herrmann so: Man könne jetzt mit Fug und Recht saggen, „dass Freising nun den Außenminister Bayerns stellt.“ Ob er künftig also nicht nur öfter mal in Berlin, sondern zusätzlich auch in Brüssel anzutreffen sein wird, weiß Herrmann noch nicht genau. „Das wird sich einspielen.“
Freude macht es Herrmann auch, weil alle Themen, die ihm nun anvertraut sind – Bund, Europa und Medien – eindeutig wichtige „Zukunftsthemen“ seien. Und beim Stichwort Zukunft fällt Herrmann sofort ein, dass das gesamte Kabinett von Söder ein „Zukunftskabinett“ sei. Grund: Es sei nicht nur das jüngste bayerische Kabinett aller Zeiten, sondern mit einem Frauenanteil von 40 Prozent auch eines, das wahrlich kein Männerclub sei.
„Es wird mir Spaß machen“, ist sich Herrmann sicher, der mit großer Freude und großem Respekt das Amt antritt. Neu werde für ihn sein, dass er als Leiter der Staatskanzlei nun in einer Koalition (mit den Freien Wählern) arbeiten müsse.
Die Vereidigung am Montagnachmittag bezeichnete der 46-jährige Florian Herrmann als „sehr würdig“, weil es eben ein Privileg sei, der Ministerriege anzugehören.
Und schon sah sich Herrmann mit der Frage nach dem neuen CSU-Vorsitzenden konfrontiert, nachdem Horst Seehofer seinen Rückzug angekündigt hatte. Die Nachfolgefrage werde man „vernünftig“ angehen, so Herrmann. Aber wenn Ministerpräsident Söder dieses Amt anstrebe, dann sei der sicherlich der richtige Mann dafür. Herrmann ist ein „Befürworter“, beide Ämter in einer Person zu vereinen.