Partnerschaft Gilching - Cecina

Wieder mehr Reiseverkehr Richtung Cecina

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In den Straßen von Cecina trafen sich Alessandro Regoli (Präsident Targa-Verein, 2.v.l.), Gilchings Bürgermeister Manfred Walter (3.v.l.) und Jakob Promoli (Vorsitzender Cecina-Verein Gilching, r.) mit Kommunalpolitikern aus Cecina im Rahmen des Targa-Umzugs, an dem auch das „Guichinger Brauchtum“ teilnahm.
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Die Pandemie hat die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Gilching und dem italienischen Cecina trotz reduzierter persönlicher Treffen nicht abkühlen lassen. Jetzt besucht man sich wieder und knüpft auch neue Verbindungen.

Gilching – Nach zwei Jahren mit pandemiebedingt reduziertem Reiseverkehr Richtung Toskana hat sich heuer wieder eine größere Delegation aus Gilching auf den Weg in die italienische Partnergemeinde Cecina gemacht. Der „Verein zur Förderung der Partnerschaft Cecina-Gilching“ war dabei, ebenso das „Guichinger Brauchtum“ und eine Abordnung der Gemeinde mit Bürgermeister Manfred Walter und Partnerschaftsreferentin Karin Keil. Geschenke wurden ausgetauscht, passend zur Jahreszeit auch Oktoberfestbier. Und es wurde so manches Gespräch geführt zu Vorhaben, die die Partnerschaft vertiefen und neue Verbindungen wachsen lassen sollen.

Höhepunkt war aber wieder die Teilnahme an der Targa Cecina, ein in seinen Ursprüngen fast hundert Jahre altes Stadtfest mit einem großen Umzug, bei dem Gruppen aus den Stadtteilen Cecinas unter anderem darum wetteifern, wer den schönsten Festwagen gestaltet. 2020 war die Targa ausgefallen, 2021 fand sie nur in sehr kleinem Rahmen statt.

Jetzt zogen die Mitglieder des Guichinger Brauchtums mit Fahne und in Tracht und der Bürgermeister mit blau-weißer Schärpe wieder durch die Küstenstadt in der Toskana, gemeinsam mit Abordnungen aus Cecinas spanischen und französischen Partnerstädten.

Im Laufe des Besuchs traf sich Manfred Walter auch mit den Bürgermeistern von Cecina, Sagunto in Spanien und Sin-le-Noble in Frankreich, um eine Kooperation im Rahmen eines Erasmus-Projektes zu besprechen. Auch Lehrkräfte aus Cecina waren dabei. Das Erasmus-Programm der EU dient dem Bildungsaustausch. „Die Idee ist, dass Schüler aus Gilching, Cecina, Sagunto und Sin-le-Noble sich gemeinsam mit Themen befassen und sich auch gegenseitig besuchen“, berichtete Walter nach der Rückkehr. „Wie das genau aussehen kann, soll jetzt an den Schulen in den vier Orten besprochen werden.“

Bei dem Treffen nahm Walter von Massimo Ferrini, Musiker und Komponist aus Cecina, die Noten seiner Komposition „Herzliche Grüße von Cecina nach Gilching“ entgegen, die Erwiderung auf eine vor zwei Jahren von einem Gilchinger geschriebene Hymne auf die Freundschaft der beiden Gemeinden. „Gehört habe ich das Stück noch nicht“, sagte Walter. „Ich werde die Melodie jetzt selbst auf der Gitarre spielen und dann die Noten unserer Musikschule übergeben.“

Für Thomas Haidt, der das Guichinger Brauchtum vertrat, stand auch der Austausch mit dem Targa-Verein auf der Tagesordnung. Der widmet sich dem örtlichen Brauchtum und organisiert den jährlichen Targa-Umzug. Der Verein hatte die Guichinger eingeladen, nachdem Vertreter heuer zum 1. Mai zu einem Besuch in Gilching waren. Jakob Promoli, Vorsitzender des Gilchinger Partnerschaftsvereins, hatte den Austausch zwischen den Brauchtumsvereinen angeregt, ursprünglich als Projekt, mit dem man sich um öffentliche Förderung bewerben wollte. Nun sieht es auch ohne diese so aus, als würde mit dem Austausch die seit mehr als 30 Jahren bestehende Verbindung in die Toskana weiter vertieft.

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