Einstimmiger Beschluss bei Sondersitzung

Wiesseer Gemeinderat macht deutlich: Neues Schwimmbad geht nur als „Gemeinschaftsprojekt“

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Der alte Badepark wird abgerissen – so viel steht fest. Den Neubau eines Schwimmbades an dieser Stelle kann die Gemeinde Bad Wiessee aber nicht alleine stemmen, wie sie jetzt klar gemacht hat.
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Der Bau eines neuen Schwimmbads ist für Bad Wiessee allein nicht zu stemmen. Dass die Umsetzung nur als talweites Gemeinschaftsprojekt möglich ist, hat nun auch der Gemeinderat per Beschluss deutlich gemacht.

Bad Wiessee – Was Rathaus-Chef Robert Kühn (SPD) bei der Wiesseer Bürgerversammlung bereits offen zum Thema Schwimmbad-Neubau erklärt hatte, wurde jetzt durch einen einhelligen Beschluss des Gemeinderats untermauert: In einer nicht-öffentlichen Sondersitzung am Donnerstagabend (7. Juli) erklärte das Gremium nun offiziell, dass der Neubau eines Bades auf dem Gelände des alten Badeparks für die Gemeinde Bad Wiessee „allein nicht darstellbar“ sei.

Ergebnis des Bürgerentscheids zum Hallenbad ist obsolet

Für einen solchen Neubau hatten sich die Wiesseer im September 2020 in einem von der Gemeinde initiierten Bürgerentscheid ausgesprochen. Das Ergebnis dieses Entscheids ist damit erst einmal obsolet.

Nachbargemeinden sollen sich an Realisierung von Schwimmbad beteiligen

Bad Wiessee macht den Bau eines Schwimmbades nun davon abhängig, ob auch die anderen Tal-Kommunen über die getroffene Defizitvereinbarung hinaus bei dem Projekt mitziehen. Kommunales Schwimmen – so heißt es in dem Beschluss, den die Gemeinde am Freitag (8. Juli) öffentlich machte – könne „nur noch als Gemeinschaftsprojekt mindestens aller Talgemeinden realisiert werden“. Als Gründe nennt die Gemeinde die Auswirkungen der Pandemie, die veränderte Wirtschaftslage und nicht zuletzt die Energiekrise.

Bad Wiessee würde Badepark-Grundstück weiterhin zur Verfügung stellen

Die Tal-Bürgermeister sollten nun darüber beraten, wie und wo eine Einrichtung für kommunales Schwimmen ermöglicht werden könnte. Bad Wiessee biete gerne an, das Badepark-Grundstück bereit zu stellen, heißt es. Bürgermeister Kühn wurde im Rahmen des Beschlusses beauftragt, den weiteren Prozess anzustoßen. Der Gemeinderat regte zudem an, „dass ein interkommunales Gremium ins Leben gerufen werden könnte, um den Prozess zu starten und voranzutreiben“. Der Beschluss fiel mit 14:0 Stimmen.

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