Neuer Platz für Priener Boot gesucht

Flirtet Wikingerschiff Freya mit dem Starnberger See? – Besitzer schalten Schadenersatz-Anwalt ein

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Archiv: Am Badeplatz Schraml in Prien lag Freya im Chiemsee. Inzwischen ist das Wikingerschiff trockengelegt.
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Das Wikingerschiff Freya sucht eine neue Heimat, in Prien scheint es keine Zukunft zu haben. Interessen am im Herbst 2024 kurzzeitig gesunkenen Boot gibt es einige – auch vom Starnberger See. Mitbesitzer Manfred Eckerl äußert sich zu den Gerüchten und nennt handfeste Neuigkeiten.

Prien am Chiemsee – Fußball-Interessierte kennen es, zwei Mal im Jahr, im Winter und Sommer, tauchen geradezu täglich neue Gerüchte auf, welcher Spieler angeblich bald zu diesem oder jenem Verein wechselt. Inzwischen setzen Medienhäuser sogar auf sogenannte „Transferjournalisten“. Soweit ist es beim Wikingerschiff Freya noch nicht und auch die Frequenz der Gerüchte ist noch nicht bei täglich angekommen. Und dennoch: Seit das prächtige Filmrequisit nicht mehr im Chiemsee auf eine weitere Nutzung wartete, sondern zwischen zwei Lagerhallen in Prien trocken gelegt wurde, ploppen immer wieder Gerüchte auf.

Als Wahrzeichen auf einem Kreisverkehr oder als Kinderspielplatz könnte Freya doch weiter in der Region bleiben, so die ersten Gerüchte und Ideen aus dem Mai. Jetzt kursiert eine konkrete Umsetzung der Kinderspielplatz-Idee – aber nicht in der Chiemsee Region. Im Blog „Innpuls“ schreibt Karin Wunsam, Freya ziehe es an den Starnberger See. „Das haben mir persönliche Fans von Freya gesagt“, sagt Wunsam auf OVB-Anfrage. Das wäre ein echter Transfer-Schock für den Chiemsee – ausgerechnet zur westlichen Konkurrenz.

Keine Bestätigung, aber andere Neuigkeiten

Aber was ist dran am Übersetzungs-Szenario? „Das wüsste ich auch gerne“, sagt Manfred Eckerl, einer der Besitzer von Freya, vom Bootsverleih Schraml in Prien und ergänzt: „Es gibt viele, die sich nach Freya erkundigen.“ Zielboot Freya, sie wäre der Königinnen-Transfer der Saison, das begehrteste Schiff auf dem Markt. Oder ist sie eher die ehemalige Hauptattraktion, deren Hochzeit längst vorbei ist? Sie selbst will ein Karriereende noch nicht einsehen und es unbedingt noch einmal ins Rampenlicht schaffen? Noch gebe es nichts Konkretes und von Eckerl keine Bestätigung. Das Interesse einer Spielplatzidee am Sternberger See bestätigt der Schiffsbesitzer, für den Freya definitiv nicht mehr auflaufen wird.

Wie in der Fußballer-Welt wird es sich auch bei Freya hauptsächlich ums liebe Geld drehen. Noch sei „alles offen, wir wollen einen guten Platz für sie, dass das Schiff gut weiterverwendet wird“, sagt Manager, äh Pardon, Schiffsbesitzer Eckerl. Und dann nennt er doch noch handfeste Neuigkeiten: Ein Anwalt wurde eingeschaltet, nachdem die Versicherung den entstandenen Sachschaden bei Freyas Unterwassererkundung im Herbst 2024 nicht bezahlen will. Dabei geht es laut Eckerl um einen mittleren fünfstelligen Betrag. Ob das einen Transfer erschwert? Die OVB-Freya-Reporter bleiben dran.

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