Fühlt sich in Oberbayern offenbar wohl: Wolf vergnügt sich vor Wildkamera – Hier im exklusiven Video
VonBoris Forstner
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Ein Wolf, der sich am helllichten Tag minutenlang in einer Pfütze suhlt und sein Revier markiert, das alles direkt vor einer Wildtierkamera: Sensationelle Szenen hat ein Jäger aus dem Landkreis Weilheim-Schongau gefilmt. Unterdessen wurde bekannt, dass der Tod eines Lamms und eines Schafes vermutlich nicht auf einen Wolf zurückzuführen ist.
Schönberg – Recht ruhig war es die vergangenen Monate beim Thema Wolf: Wie berichtet, war zuletzt Ende vergangenes Jahr bekannt geworden, dass das heimische Wolfspaar im Revier Staffelsee-West, das Teile der Landkreise Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen umfasst, gleich drei Welpen aufgezogen hat. Einer der Nachwuchs-Wölfe, die mittlerweile ausgewachsen sind, ist ebenfalls schon aktenkundig geworden, weil er am 10. Januar ein Hirschkalb nahe Schöffau gerissen hat.
LfU liefert Ergebnisse: Tod von Lamm und Schaf geprüft
Jetzt wurden vom Landesamt für Umwelt erneut der Tod von zwei Tieren untersucht, die im Revier aufgefunden worden waren: Einmal am 23. Mai ein totes Lamm, außerdem am 30. Mai ein totes Schaf, beide im Garmischer Landkreis. Doch bei beiden Fällen war das heimische Wolfsrudel vermutlich nicht beteiligt, wie das LfU mitteilt. Beim toten Lamm habe es keine Hinweise auf einen Wolf gegeben. Bei dem Schaf sei wegen des Zustands des Tiers keine Beurteilung mehr möglich gewesen. Laut LfU hatte ein Passant das Tier am Straßenrand gefunden, nicht mal der Halter konnte ermittelt werden.
Sensationelles Wolfsvideo: Tier suhlt sich vergnügt in Pfütze – so noch nie beobachtet
Vergangenes Wochenende wiederum hatte Werner Schubert, Jagdpächter bei Schönberg, seinen Augen nicht getraut, als er eine Wildkamera ausgewertet hat: Mitten am helllichten Nachmittag ist dort ein Wolf zu sehen, der sich genüsslich in einer Pfütze suhlt und offensichtlich sein Revier markiert. „Ich habe mit anderen Jägern gesprochen, so ein Verhalten hat auch noch nie jemand beobachtet“, sagt Schubert. Zwei Wochen vorher hatte sich an genau derselben Stelle ein Wildschwein gesuhlt, vielleicht hat das den Wolf angelockt.