VonSascha Karowskischließen
Nach dem erfrischendem Erfolg auf der Wiesn fordert die SPD-Fraktion im Stadtrat, Trinkwasserbrunnen auch auf Spielplätzen und im Olympiapark aufzustellen.
München - Das Oktoberfest hat heuer 7,2 Millionen Besucher auf die Theresienwiese gelockt – und viele davon haben sich kostenlos Wasser an einem der vier Spender gezapft. Die hatte die Stadt angesichts der Wasser-Preise in den Zelten von immerhin durchschnittlich 10,04 pro Liter Tafelwasser in diesem Jahr erstmals aufgestellt. Und das lief offenbar so gut, dass die SPD im Stadtrat das Angebot für kostenloses Trinkwasser nun erweitern will – und zwar nicht nur auf dem Oktoberfestgelände. Geht es nach der SPD, sollen auch auf Spielplätzen und im Olympiapark mehr Trinkwasser-Spender aufgestellt werden. Damit würde die Stadt ihre Offensive beim Wasser fortsetzen.
Trinkwasserbrunnen in München: Stadtrat hatte im Sommer beschlossen, 100 weitere Wasserspender zu installieren
Bereits im Sommer nämlich hatte der Stadtrat Plänen des Baureferates zugestimmt, 100 Trinkwasserbrunnen in München zu installieren. Und wie berichtet, hatte die Stadt schon zum Start der Brunnensaison weitere 32 der insgesamt 201 städtischen Brunnen für Trinkwasser umgerüstet, etwa am Wiener Platz. Zusätzlich hat das Baureferat fünf neue Trinkwasserstellen eingerichtet, elf gab es bereits. Macht 48.
Die Bezirksausschüsse hatten zudem Wünsche adressiert, an 79 weiteren Standorten soll Wasser kostenlos sprudeln. 34 Standorte sind in der Nähe von Spielplätzen geplant. Das wird bis zu acht Millionen Euro kosten. Dass die Stadt mehr kostenloses Trinkwasser anbieten möchte, scheint politischer Konsens zu sein. Sowohl die ÖDP als auch Grüne und SPD und zuletzt die CSU hatten bereits beantragt, das Angebot - auch auf Spielplätzen und Sportanlagen - auszuweiten.
Trinkwasserbrunnen in München: Laut SPD-Fraktion im Stadtrat ist eine Kooperation mit Refil Deutschland denkbar
Neu ist im Antrag der SPD nun die Erweiterung des Angebotes beim Oktoberfest und auf dem Gelände des Olympiaparks. Bei der Wiesn hatten sich an den zumeist warmen Tagen lange Schlangen vor den Spendern gebildet. Daher soll die Verwaltung prüfen, wo kommendes Jahr weitere aufgestellt werden können. Ein weiterer Antrag sieht Stelen im Olympiapark vor. Denkbar sei bei all den Projekten eine Partnerschaft mit Refill Deutschland. So könnten Münchner die Trinkwasserstationen auch ganz leicht im Internet finden. „Wir haben das beste Trinkwasser überhaupt“, sagt Stadtrat Roland Hefter. „Mit kostenlosen Trinkbrunnen können wir etwas für die Lebensqualität in unserer Stadt tun. Und vielleicht dient es auch dazu, dass mehr Leute den sinnlosen Kauf von stillem Wasser in Plastikflaschen im Supermarkt einschränken.“
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