Minusgrade möglich

Kälteeinbruch in Bayern am Wochenende – Trendwende für den Winter deutet sich an

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Am Wochenende steht der nächste Wetterwechsel in Bayern an. Es droht verbreitet Frost. Zudem deutet eine neue Prognose eine Wende für den Winter an.

München – Der goldene Herbst bestimmt das Wettergeschehen in Bayern. Seit Beginn der Woche erlebt der Freistaat ruhiges Herbstwetter mit milden Temperaturen. Hier und da kommt auch die Sonne raus, die Werte erreichen teils bis 16 Grad. Doch zum Wochenende hin droht ein Kälteeinbruch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt sogar vor Frost. Darüber hinaus lässt auch eine sich anbahnende Trendwende für den anstehenden Winter aufhorchen.

In Bayern droht in den kommenden Nächten Frost (Symbolbild).

Wetterwechsel in Bayern zum Wochenende: Tiefdruck bringt Kaltlufteinbruch mit sich

Die milden Temperaturen halten laut der Wettervorhersage des DWD noch bis Freitag an. Zeitgleich deutet sich in den Nächten jedoch bereits ein Trend an. So muss vereinzelt mit Bodenfrost gerechnet werden. Dieser tritt den Wetterexperten zufolge zunächst nur an den Alpen und im Süden Bayerns auf.

Am Samstag (18. Oktober) sieht die Lage jedoch anders aus. Dann erreicht ein Tiefdruckgebiet Deutschland. Die Werte sinken dabei tagsüber auf maximal acht bis 13 Grad ab. Zudem gibt es Regen. In der Nacht zu Sonntag (19. Oktober) rutschen die Werte dann sogar in den Minusbereich ab. „Tiefstwerte zwischen 4 Grad an der Isar und -1 an den östlichen Mittelgebirgen“, so der DWD. Die Folge: Verbreiteter Bodenfrost.

Hagel, Hitze und Blutregen: Wetterphänomene in Bayern – 25 spektakuläre Bilder

Hitzewelle, Kinder laufen durch die Wasserfontänen des Stachusbrunnens, Karlsplatz, München, August 2024 Deutschland, Mü
Bei der Hitze muss man sich den Regen herdenken: Deshalb springen viele Kinder in den Stachus-Brunnen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Touristen und Münchner sitzen am Fischbrunnen, Wassertropfen blitzen im Sonnenlicht, Marienplatz, München, 12. August 20
Den Anfang macht die Hitze: Hier knallt die Sonne auf den Marienplatz. Münchner und Touristen genießen die Wärme am Fischbrunnen.  © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Saharastaub in München: Hier sind Rathaus und Marienplatz in rotes Licht getaucht
Es war ein spektakuläres Wetterphänomen: Südwestwinde haben vergangenes Jahr Saharastaub nach Nieder- und Oberbayern getragen – und das Rathaus in ein unwirkliches orange-rotes Licht getaucht. Danach kam der „Blutregen“: Der Namen kommt von der rötlichen Farbe des Sandes, der durch den Niederschlag zu Boden geschwemmt wird. © IMAGO/Offenberg
Saharastaub auf der Autoscheibe, Blick auf die Münchner Frauenkirche, München, 17. März 2022 Deutschland, München, 17.03
Vom Himmel legte sich der Saharastaub auf alles nieder. Durch eine dreckige Scheibe kann man die Münchner Frauenkirche gerade noch so erkennen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Dramatisches Naturschauspiel über dem Himmel von Augsburg: Ein Sommergewitter ist im Anmarsch.
Dramatisches Naturschauspiel über dem Himmel von Augsburg: Ein Sommergewitter ist im Anmarsch. © IMAGO / Alexander Rochau
Blitze zucken am Himmel hinter Türkheim im Allgäu.
Blitze zucken am Himmel hinter Türkheim im Allgäu. Im Sommer kommt es zu Gewittern, wenn warme und kalte Luftmassen aufeinander treffen. © IMAGO / MiS
Sturmwolken über Frieding in Bayern
Hier braut sich ein Sturm über Frieding in Bayern zusammen. Sturm entstehen durch Temperaturunterschiede: Die leichtere warme Luft schiebt sich dabei über die schwerere kalte Luft. © IMAGO / blickwinkel
Foehnsturm ueber den Nordalpen, im Vordergund der Chiemsee mit glatter Wasseroberflaeche
Ein Föhnsturm über dem Chiemsee. Am häufigsten kommt der Föhn im Frühjahr und Herbst vor. © IMAGO / blickwinkel
Die Ortschaft Wertach im Oberallgäu in Nebelschwaden
Herbstzeit ist Nebelzeit. Das Wetterphänomen entsteht, wenn der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert. So wie hier in der Ortschaft Wertach im Oberallgäu. © IMAGO / imagebroker
Die Türme der Stadt Straubing (Niederbayern) im Morgennebel The towers of the town of Straubing (Lower Bavaria) in the m
Wenig sieht mystischer aus als Türme, die aus dem Nebel ragen. Durch das warme Morgenlicht sieht die Stadt Straubing in Niederbayern immerhin nicht gruselig aus. © IMAGO/imagebroker
Kühe liegen an einer trockenen Wasserstelle auf einer dürren Weide
Dürreperioden und extreme Hitzewellen werden immer häufiger. Auch für Tiere eine Herausforderung - wie für diese Kühe, die an einer trockenen Wasserstelle auf einer Weide liegen. © IMAGO/A. Hartl
Kammlach, Bavaria, Germany - June 16, 2024: A dry corn field with young corn plants growing out of cracked, dry soil. Sy
Fruchtbare Erde sieht anders aus: Auf einem Maisfeld in der Gemeinde Kammlach im Unterallgäu ziehen sich tiefe Risse durch den dürren Boden. © IMAGO/Bihlmayerfotografie
Wolkenformation mit vollständigem Regenbogen über Augsburg nach einem Regenschauer
Ein perfekter Regenbogen über Augsburg: Das farbenrohe Wetterphänomen entsteht, wenn die Regentropfen auf Sonnenlicht treffen. ©  IMAGO / Alexander Rochau
Winterregenbogen mit tiefem Neuschnee bei Sonnenaufgang Winter rainbow with deep fresh snow at sunrise Copyright: imageB
Deutlich seltener sieht man Regenbogen in Verbindung mit Schnee, das macht es um so besonderer – wie hier bei Balderschwang. © IMAGO/imagebroker
Abendroter Himmel bei Tabertshausen in bayern
Ein gern gesehenes Wetterphänomen: Das Abendrot. Denn: „Abendrot: Schön-Wetterbot“!  © IMAGO/MARTIN ERDNISS
Kaiserburg Nürnberg im Sonnenuntergang, 11.10.2024 Die Kaiserburg in Nürnberg erstrahlt im intensiven Licht eines herbst
Vor diesem Wetterphänomen muss man sich keinesfalls im Haus verstecken, im Sommer sollte man sich eher raussetzen, um es zu beobachten. In Nürnberg sieht das Abendrot über der Kaiserburg geradezu märchenhaft aus. © IMAGO/Ardan Fuessmann
Einsatzkräfte versuchen, Gullys in einer überschwemmten Straße in Ottobrunn freizulegen
Hochwasser und Überschwemmungen sind Auswirkungen von heftigem Starkregen infolge immer extremerer Wetterlagen. Hier versuchen Einsatzkräfte, Gullys in einer überschwemmten Straße in Ottobrunn freizulegen.  © IMAGO / Bernd März
Hochwasser in Passau am 05.06.2024. Ueberflutete Uferpromenade in der Altstadt, Ein umgestuerzets Fahrrad liegt im Wasse
Die Hochwasserkatastrophe im Frühsommer 2024 hinterließ starke Schäden in weiten Teilen Bayerns. Als Stadt, in der drei Flüsse zusammenfließen, war Passau besonders betroffen. © IMAGO/Sven Simon
Ein heftiger Hagelschauer ging im Juni bei Memmingen ab
Um Steinheim bei Memmingen fielen im Juni 2022 Hagelkörner von bis zu vier Zentimetern Größe vom Himmel.  © IMAGO/B&S/Bernd März
Russia Weather 8736435 30.07.2024 A woman demonstrates hailstones following a hail storm in Kazan, Republic of Tatarstan
Verursacht werden derartige Hagelschauer mit solchen großen Körnern oft durch sogenannte „Superzellen“: Das sind riesige und langlebige Gewitterwolken.  © IMAGO/SNA
Eine Mutter kommt mit ihren beiden Kindern auf der Theresienwiese in ein Unwetter mit kräftigen Regenschauern
Ein Unwetter mit heftigem Regenschauer hat eine Mutter mit ihren Kindern auf der Theresienwiese überrascht. Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu einem Wechsel aus extremer Hitze und heftigen Regenfällen. © IMAGO / Smith
Extremer Starkregen und heftige Gewitter zogen in den Abendstunden über die Alpen hinweg. Besonders dramatisch war die L
2024 war für Südbayern sogar das nasseste Jahr seit 1950, teilte die Bayerische Staatsregierung mit. © IMAGO/Bernd März
Eine dicke Schneeschicht bedeckt Autos und Fahrräder in der Sendlinger Straße.
Wenn der Schnee sogar in der Innenstadt liegen bleibt: Hier bedeckt eine dicke Schneeschicht Autos und Fahrräder in der Sendlinger Straße.  © IMAGO / Lindenthaler
Snowshoeing, Schneeschuhwandern on the trail Hochmoor in the ski arena Oberjoch with mountains Iseler, Wannenjoch, on Ma
Für Freizeitsportler ein Highlight: Der viele Schnee in den Bergen des Freistaats bringt die Bayern in die Natur.  © IMAGO/ActionPictures
Sogenanntes Haareis bildet sich bei perfekten Bedingungen an totem Holz
Dieses Naturphänomen entsteht nur bei perfekten Bedingungen: Wenn totes Holz von Regen mit Wasser getränkt ist und es Temperaturen um die Null Grad hat – dann bildet sich sogenanntes Haareis. © IMAGO/Dominik Kindermann

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Langzeitmodelle schlagen um: Winter könnte kälter werden als bislang erwartet

Bis zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember dauert es noch ein wenig. Dennoch geben die Temperaturen in den kommenden Nächten bereits einen Vorgeschmack auf das, was Deutschland und auch Bayern im Winter blühen könnte. Derzeitige Langzeitprognosen des CFS- und ECMWF-Modells gehen davon aus, dass der Winter in Teilen so kalt ausfällt, wie das Klimamittel von 1991 bis 2020 es erahnen lässt. „Das haben wir schon lange nicht mehr gehabt“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. In den letzten Jahren waren die Wintermonate eher zu warm ausgefallen.

„Vielleicht ist das ein Monat, der Winterfreunden etwas Hoffnung machen könnte“, so Jung. Große Hoffnung auf viel Niederschlag oder gar Schnee gibt es jedoch nicht. „Beide Modelle sehen einen eher trockenen Januar 2026. Das spricht jetzt nicht gerade für die großen Schneemassen“, erklärt Jung. Den aktuellen Berechnungen nach ist eher mit viel Hochdruck und wenig Niederschlag zu rechnen. Ob der Januar genau so ausfällt, wie die Modelle berechnen, bleibt abzuwarten. (Quelle: DWD, Wettervorhersage von wetter.net vom 14. Oktober) (jr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Rene Traut

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