VonKatharina Brombergerschließen
Es ist der Albtraum für jeden Almbauern: Ein Wolf reißt seine Schafe. Genau das ist aller Wahrscheinlichkeit nach in einem Landkreis in Oberbayern passiert.
- Streift ein Wolf durch den Landkreis Garmisch-Partenkirchen?
- Im Süden des Landkreises wurden mehrere tote und verletzte Schafe aufgefunden.
- Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) äußert sich.
Garmisch-Partenkirchen - Ein Wolf hat Schafe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerissen. Dafür hat unsere Zeitung am Dienstagnachmittag Hinweise erhalten. Nach einer Anfrage an das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) gab diese eine Pressemitteilung heraus. Demnach wurden bereits am Donnerstag, 16. Juli, im südlichen Landkreis Garmisch-Partenkirchen fünf tote und verletzte Schafe aufgefunden. Getötet vermutlich von einem Wolf. Fünf weitere Schafe werden vermisst.
Tote Schafe gefunden: Streift Wolf in bayerischen Landkreis umher? Behörde äußert sich
Der Pressemitteilung zufolge hat ein Experte des Netzwerks Große Beutegreifer die Situation vor Ort begutachtet und genetische Proben genommen. Diese werden derzeit analysiert, um definitiv festzustellen, ob es sich beim Verursacher für die Risse um einen Wolf handelt. Dies ist „sehr wahrscheinlich“, heißt es seitens des Landesamtes. Denn in direktem räumlichen Zusammenhang wurde in der Nacht auf Montag ein Wolf von einer automatischen Wildtierkamera aufgenommen.
Behörden, Interessensverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden bereits informiert.
Vor wenigen Wochen Wolf im Landkreis Weilheim-Schongau gesichtet
Erst kürzlich tappte ein Wolf im Landkreis Weilheim-Schongau in eine Fotofalle. Auch im Landkreis Traunstein wurden Schafe gerissen. Im Juli 2018 war der Wolf bereits durch den Landkreis gestreift - damals allerdings ohne Folgen.
Dass er einmal kommen würde, damit war zu rechnen. Davor „haben wir alle Angst“, sagte Susanne Krapfl, Schriftführerin des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern (AVO) bei einer Versammlung in Garmisch-Partenkirchen vor gut fünf Monaten. Tierschützer dagegen haben es gefeiert, als Anfang Juli dieses Jahres ein Rudel – das erste seit 150 Jahren – im Bayerischen Wald auftauchte. Das Thema also ist ohnehin hochaktuell. Und brisant. Denn einmal mehr wird sich die Frage stellen: wie geht man mit dem Wildtier um?
Kein Wolf, aber ein schwarzer Panther scheint sich in einem Landkreis in Oberbayern herumzutreiben - zumindest, wenn es nach der Sichtung einer Frau geht. Experten suchen nun mit Wildtierkameras.
