- VonTheresa Kuchlerschließen
Im Landkreis Weilheim-Schongau wurde ein totes Schaf gefunden. Eine Genanalyse bestätigt: Es war ein Wolf. Nutztierhalter sind dazu aufgefordert, ihre Tiere einzuzäunen.
Landkreis - Im Landkreis Weilheim-Schongau geht der Wolf um. Wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) in einer Pressemitteilung berichtet, wurde am 1. November ein totes Schaf aufgefunden. Die genetischen Proben, die ein Mitglied des Netzwerks „Große Beutegreifer“ genommen hat, bestätigen, dass der Verursacher ein Wolf war.
Das Landesamt teilt mit, dass die Individualisierung des Tiers noch nicht abgeschlossen sei. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern seien informiert worden. Des Weiteren weist die Behörde darauf hin, dass Schäden, die Nutztierhaltern durch Wolfsrisse entstehen, werden durch den Freistaat Bayern ausgeglichen“ werden. Weitere Informationen dazu bietet das Internetangebot des Bayerischen Landesamts für Umwelt.
Wolf reißt Schaf im Landkreis Weilheim-Schongau: Nutztierhalter sollen Zäune errichten
Allen Nutztierhaltern der Region wird geraten, ihre Tiere vor Übergriffen durch den Wolf z. B. mit einer wolfsabweisenden Zäunung zu schützen. Der Ort des Ereignisses liege laut LfU innerhalb der Kulisse der „Förderrichtlinie Investition Herdenschutz Wolf“. Nutztierhalter, deren Flächen innerhalb der Förderkulisse liegen, können Investitionen für die Einrichtung wolfsabweisender Zäune bis zu 100 Prozent gefördert bekommen. Anträge sind bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu stellen.
Nicht nur der Wolf kann Nutztierbesitzern Probleme bereiten. Im Sommer wurden mehrere Schafe nahe Huglfing von einem Goldschakal gerissen.
Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Schongau-Newsletter. Und in unserem Weilheim-Penzberg-Newsletter.