Wolfratshausen – Der Branchenriese XXX Lutz wird Möbel Mahler in Wolfratshausen vorerst nicht übernehmen. Dafür wird Möbel Mahler zum 1. Januar 2016 Mitglied im Einkaufsverband Giga International. Das teilte das Unternehmen gestern als Ergebnis monatelanger Verhandlungen mit.
Update vom 18. November 2015: "Die Schließung ist eine der schwersten Entscheidungen in der Geschichte des Familienunternehmens", heißt es in einer Pressemitteilung von Möbel Mahler. Das Unternehmen in Wolfratshausen macht zu. Wir versorgen Sie hier mit allen wichtigen Informationen.
Im Rahmen der Neuausrichtung von Giga International beteilige sich das Gründungsmitglied XXX Lutz mit zehn Prozent am Mahler-Einrichtungshaus in Neu-Ulm. 90 Prozent des Standortes sowie die Geschäftsbetriebe in Bopfingen und Wolfratshausen würden im Besitz der Familie Mahler bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung.
Geschäftsführer Gerhard Mahler preist den Deal als Erfolg an: „Wir freuen uns, durch unsere Mitgliedschaft im Giga-Einkaufsverband wertvolle Einkaufsvorteile zu erschließen und künftig ein noch breiteres Sortiment zu attraktiven Konditionen anzubieten.“ Der Markt erfordere große Einkaufsgemeinschaften. Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Kohlert aus Wolfratshausen wollte sich auf Anfrage unserer Zeitung nicht dazu äußern, ob er erleichtert sei, dass eine Komplettübernahme von Möbel Mahler durch XXX Lutz, über die in der Branche spekuliert wurde, vorerst vom Tisch sei.
Mit dem neuen Mitglied Möbel Mahler baue Giga International seine führende Position unter den Möbel-Einkaufsverbänden weiter aus, heißt es in der Pressemitteilung. Derzeit liege der Verband mit seinen Mitgliedern deutlich über der 4,5-Milliarden-Umsatzgrenze und positioniere sich als umsatzstärkster Möbel-Einkaufsverband. Zu den Mitgliedern zählen das Gründungsunternehmen XXX Lutz mit Niederlassungen in Österreich, Deutschland, Schweden und Tschechien, außerdem die Unternehmen Aiko/Mobbo, Lesnina, Möbelix, das Möbelzentrum Pforzheim, Mömax sowie Zurbrüggen.
Möbel Mahler beschäftigt in seinen drei Einrichtungshäusern in Bopfingen, Neu-Ulm und Wolfratshausen nach eigenen Angaben rund 1000 Mitarbeiter. Dass die Arbeitsplätze in Wolfratshausen sicher seien, hatte Geschäftsführer Gerhard Mahler im Gespräch mit unserer Zeitung bereits Anfang Oktober versichert.
tal