VonMagdalena Höcherlschließen
Schlechte Nachricht für alle Naschkatzen: Der Gummibärchenladen in der Altstadt schließt Ende Mai. Inhaber Tobias Krätzschmar bedauert diesen Schritt sehr. „Aber es geht leider nicht mehr“, sagt der 44-Jährige.
Wolfratshausen – Seit fast 20 Jahren betreibt der Wolfratshauser Tobias Krätzschmar den kleinen Laden an der Marktstraße. In den vergangenen Jahren seien immer weniger Kunden gekommen. „So funktioniert mein Geschäftsmodell nicht mehr. Ich muss Masse verkaufen“, sagt Krätzschmar. Die Schließung des Isar-Kaufhauses habe er verkraftet. Doch nachdem der Tengelmann als letztes Lebensmittelgeschäft Ende 2013 aus der Altstadt wegzog, sei es für ihn immer schwieriger geworden. „Die Leute kaufen nicht mehr in der Innenstadt ein. Hier ist zu wenig los, es gibt kaum noch Laufkundschaft.“ Weil er sich nicht darauf verlassen könne, dass das in absehbarer Zeit anders wird, gibt er sein Geschäft schweren Herzens auf. „Ich bereue nichts. Es war eine sehr schöne Zeit“, betont Krätzschmar. „Aber jetzt ist ein Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht. Da muss man vernünftig sein.“
Noch bis 30. Mai geöffnet
Mit der Schließung des Gummibärchenladens kehrt der Wolfratshauser dem Einzelhandel den Rücken. Er wird wieder in seinen Lehrberuf in der Handwerksbranche einsteigen und hat in der Region bereits eine Stelle. Wie es mit den Geschäftsräumen weitergeht, die der Stadt gehören, weiß er nicht.
Der Kartenvorverkauf für Veranstaltungen, den Krätzschmar nebenbei gemacht hat, bleibt gesichert. „Das übernehmen die Läden nebenan.“ Sein Sortiment mit kleinen Geschenken und den Nascherein übernehmen sie nicht. Bis Mittwoch, 30. Mai, besteht noch die Chance, sich mit Süßigkeiten einzudecken. Danach ist die Ära Gummibärchen beendet. mh
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