In der ehemaligen Landwirtschaftsschule

Nach den Ferien soll alles passen: Wolfratshausen bekommt eine neue Hortgruppe

Nach den Sommerferien, also Mitte September, möchte der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) Wolfratshausen eine neue Hortgruppe eröffnen. Die Zeit drängt.

Wolfratshausen – Die Zeit drängt: Nach den Sommerferien, also Mitte September, möchte der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) Wolfratshausen eine neue Hortgruppe eröffnen. Ein Standort wurde im Hau-Ruck-Verfahren gefunden: die ehemalige Landwirtschaftsschule an der Bahnhofstraße 14. In den Räumen im ersten Stock stehen Umbauarbeiten an, bevor die Schüler die Einrichtung nutzen können „Wir müssen das möglichst schnell abschließen“, betont Bauamtsmitarbeiter Tom Wenig.

Da trifft es sich gut, dass die Umbauten verhältnismäßig überschaubar sind. „Wir entfernen eine Zwischenwand und einen Mauerteil“, erklärt Wenig. Hinzu kommt der Austausch von vier Türen – größtenteils wegen des Brandschutzes. Spezielle Fluchttüren müssen noch angeschafft werden. „Wir hoffen, dass die Lieferungen zeitnah abgewickelt werden“, sagt Wenig. Er macht sich keine Illusionen: „Das kann manchmal eine Zeit lang dauern.“ Auch das Terminbuch der Handwerksbetriebe kann entscheidend sein: „Die Arbeiter sollten möglichst bald zur Verfügung stehen.“ Das Bauamt schätzt, dass die Maßnahmen in Summe etwa 60 000 Euro kosten werden. Eine belastbare Kostenberechnung gibt es nicht – aus Zeitmangel. Die geplanten Umbauten sind mit dem Landratsamt vorab abgesprochen worden. Die Behörde muss eine Genehmigung erteilen, bevor die Räume als Hort dienen können.

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Bislang waren dort unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht. Der Betreiber der Wohngruppe, die Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe, brauchte die Räume jedoch nicht mehr. Die Bewohner konnten in andere Jugendeinrichtungen des Trägers umziehen oder sind inzwischen volljährig und leben in einer Asylbewerber-Unterkunft.

Für die Stadt ein Glücksfall: Die 40 Hortplätze sind dringend notwendig. Anfang des Jahres stellte sich heraus, dass für das kommende Schuljahr 30 Plätze fehlen. Der KJFV betreibt im Erdgeschoss des Gebäudes bereits eine 40-köpfige Hortgruppe. Der Bauausschuss hat das Maßnahmenpaket einstimmig abgesegnet, am Dienstag entscheidet der Stadtrat. Dominik Stallein 

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