Kürzlich hat der Turm-Club geschlossen. Jetzt ist etwas anderes an seine Stelle getreten. Betreiber Ioannis Tsogkas findet: Etwas Besseres.
Wolfratshausen – In der Diskothek im Turm am Hans-Urmiller-Ring 54 eröffnet am kommenden Samstag das Paradise 54. Seit vergangenem Wochenende hat bereits die die Cocktailbar „Cohibar“ geöffnet. Betreiber beider Lokale ist Ioannis Tsogkas. Vor wenigen Wochen hat der Discobetreiber den Turm-Club am selben Standort geschlossen. Jetzt möchte er mit einem jungen Team eine neue Form des Nachtlokals etablieren und das Wolfratshauser Nachtleben bereichern.
In den Kellerräumen des Turms plant Tsogkas künftig zwei Angebote für Nachtschwärmer. Eine Bar, in der die Gäste in gemütlichen Sitzecken im Strand-Look zusammensitzen können sowie eine Disco, in der angesagte DJs und besondere Live-Acts für Stimmung sorgen sollen. Für den Eintritt in den Nachtclub Paradise 54 soll es künftig günstige Preise geben, in die Cohibar kommen Gäste kostenlos.
„Viele Leute wollen einfach in entspannter Atmosphäre etwas trinken, sich unterhalten und einen gemütlichen Abend haben“, erzählt Tsogkas. Für diese Art Nachtschwärmer gibt es die Cohibar mit einen Pizzabäcker und kleine Snacks, die zu den günstigen Drinks und Cocktails passen. Bis drei Uhr können die Kunden am Freitag und Samstag hier zu Latin-Musik bleiben. Am Donnerstag öffnet die Bar bis ein Uhr.
Immer samstags kommen Partygäste in der Diskothek gegenüber, dem Paradise 54, auf ihre Kosten. Mit wechselnden Veranstaltungen, Musikern und besonderen Specials möchte Tsogkas am Hans-Urmiller-Ring dauerhaft eine Hochburg des Nachtlebens schaffen. „Für mich zählt ein Nachtclub zur Kultur und zum Leben einer Region.“ Deshalb wollte er die Immobilie nicht leer stehen lassen.
Ideen hat das Paradise-Team viele: Hip-Hop-Partys, 90er-Jahre-Abende und Auftritte von Live-Saxophonisten, die die Club-Musik begleiten, seien geplant. „Ich möchte es schaffen, dass man im Paradise jeden Samstag etwas Neues erleben kann und hier schöne Abende erlebt.“
Ehemaligen Turm-Club-Gästen, die die Diskothek in denselben Räumen schon vor dem Umbau kannten, möchte Tsogkas einen „Wow-Effekt“ bescheren. „Natürlich hat diese Immobilie eine Vergangenheit“, sagt Mitarbeiter Florian Lingner. „Die wollen wir aber hinter uns lassen und mit einem ganz neuen Gesicht ersetzen.“ Für Tsogkas ist die neue Herausforderung mehr als ein Job. „Ich begreife das als meine Lebensaufgabe.“
Einst war die Warteschlange am „Turm“ hunderte Meter lang, wie wir hier berichtet hatten.
Dominik Stallein