- VonPeter Herrmannschließen
In St. Matthias in Waldram knallten am Freitag die Korken. Sechs der 33 Abiturienten haben eine Eins vor dem Komma stehen. Die Besten verraten, was sie nun vorhaben.
Waldram – Die Erleichterung über die bestandene Abiturprüfung war allen 33 Gymnasiasten am Freitagnachmittag anzusehen. Sechs von ihnen haben eine Eins vor dem Komma stehen. Über die vermeintlich anspruchsvollen Matheaufgaben, die wie berichtet bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatten, wollte an diesem Freudentag keiner mehr reden.
„Ich flieg’ jetzt erst mal nach Thailand“, sagte Lena Müller. Die 18-jährige Geretsriederin schnitt mit 1,4 am besten ab und war wie die übrigen Absolventen in Feierlaune. „Im Herbst möchte ich Biomedizin studieren“, verriet sie unserer Zeitung. An welcher Universität sich Müller immatrikulieren wird, steht noch nicht fest. Warum sie sich als Geretsriederin ausgerechnet fürs Waldramer Gymnasium entschieden hat? „Ich habe so viel Gutes über St. Matthias gehört und kann alles bestätigen. Die Lernatmosphäre ist hier wirklich sehr angenehm“, erklärte die 18-Jährige.
Dieselben Erfahrungen machte Sarah Abdul-Rahman. Die 20-jährige Wolfratshauserin erzielte die Durchschnittsnote 1,5 und möchte in Regensburg „Musik- und bewegungsorientierte Soziale Arbeit“ studieren. „Im kleinen Kreis des St.-Matthias-Gymnasiums ließ es sich gut lernen“, berichtete sie.
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Die größeren Gymnasien in Geretsried, Icking oder Bad Tölz kamen auch für Eduard Schweighardt nicht in Frage. Der 20-jährige Geretsrieder kam auf die Durchschnittsnote 1,7 und damit auf das viertbeste Ergebnis der diesjährigen Abiturienten. Im Gegensatz zu Müller und Abdul-Rahman zieht es den schlaksigen jungen Mann nach München. „Ich möchte an der Ludwig-Maximilians-Universität Jura studieren“, kündigte er an. In den Monaten zuvor ist nun erst einmal Erholung vom Prüfungsstress angesagt. „Ich möchte das Leben genießen und mit Freunden in den Urlaub fahren“, erklärte Schweighardt.
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Wie groß der Zusammenhalt am St.-Matthias-Gymnasium ist, zeigt sich unter anderem an den selbst entworfenen Kapuzenpullovern, auf denen die Namen aller Absolventen stehen. Unmittelbar nach der Notenbekanntgabe dachte übrigens kaum einer daran, seinen Erfolg im stillen Kämmerlein für sich alleine zu genießen. „Wo gehen wir jetzt feiern? Isar- oder Loisachufer?“, lautete die meistgestellte Frage. Auch in dieser Hinsicht lässt der Standort Waldram zwei nahe gelegene Optionen zu.
ph