Kommentar

Wolfratshausen: Die Surfwelle stirbt einen Tod auf Raten

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Die Entscheidung des Wolfratshauser Stadtrats zur geplanten Surfwelle kommentiert Carl-Christian Eick, Redaktionsleiter des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

Das Projekt Surfwelle wird in Wolfratshausen fortgesetzt - allerdings unter großem Vorbehalt. Ein Kommentar:

Wer die Stadtratssitzung sachlich analysiert, kann nur zu einem Schluss kommen: Die in Weidach geplante Surfwelle stirbt einen Tod auf Raten. Auf der einen Seite machen die Bürgervertreter keinen Hehl aus der Tatsache, dass 674.000 Euro Investitionskosten nicht das Ende der Fahnenstange sind, im selben Atemzug deckeln sie die Beteiligung der Kommune auf maximal 400 000 Euro. 

Nicht zu vergessen: 110 .000 Euro sind für Planer und Rechtsanwalt bereits ausgegeben, ergo stehen nur noch 290.000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Zudem stellt der Stadtrat dem Verein „Surfing Wolfratshausen“ knallharte Bedingungen, die die Ehrenamtlichen wohl kaum erfüllen können. Nur „ein Wunder“ (Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller) kann Wolfratshausen nun noch zur Welle verhelfen.

Die Strategie des Stadtrates ist durchsichtig: Ein gutes Jahr vor der Kommunalwahl will er sein Gesicht wahren – und zieht den Todesstoß künstlich in die Länge. cce

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