Jürgen und Rosi Habel aus Wolfratshausen machten nicht nur Urlaub in Kapstadt, sondern waren dort auch sportlich unterwegs. Sie liefen den Marathon, den die Südafrikaner als schönsten Marathon der Welt bezeichnen.
Kapstadt/Wolfratshausen – „The most beautiful marathon in the world“. Als solchen bezeichnen die Südafrikaner stolz ihren Old Mutual TwoOceans Marathon, der seit 1970 jährlich in Kapstadt stattfindet. Jürgen Habel (TSV Wolfratshausen) und seine Frau Rosi, die für den LC Tölzer Land startet, verbrachten unlängst nicht nur ihren Urlaub in der schönen Kap-Region. Die beiden nahmen an dem traumhaft schönen Ultra-Marathon über 56 Kilometer teil, für den der Startschuss um 6.30 Uhr im Stadtteil Newsland fiel. Ging der erste Teil mehr oder weniger am Indischen Ozean entlang geradeaus und relativ eben bis zum kleinen Städtchen Fish Hoek, folgte mit der Straße hinauf über den Chapmans Peak der schönste und attraktivste Teil, die die Teilnehmer für ihre Anstrengungen durch spektakuläre Ausblicke versöhnte.
Von dort an schlängelte sich die Straße hinunter nach Hout Bay am Atlantischen Ozean, wo es hieß: Noch mal alle Kräfte sammeln, denn von hier an kommt der schwierigste und anspruchsvollste Streckenabschnitt hinauf nach Constantia, wo der normale Marathonpunkt von 42 Kilometer durchlaufen wird. Ab da führte die Strecke fast nur noch bergab bis zum Ziel auf dem Campus der Universität Kapstadt, die am Fuße des Tafelberges liegt. „Die Veranstaltung überzeugte uns vor allem durch die einzigartige Stimmung, die die 11.000 Teilnehmer aus aller Welt vor, während und nach dem Lauf verbreiteten“, berichtete Jürgen Habel. Das Rennen sei wie kein anderes von Sportgeist, gegenseitiger Rücksichtnahme und vor allem von gemeinsamer Freude an diesem Erlebnis geprägt gewesen. „Das Motto lautet ,Enjjoy’, was in Südafrika offensichtlich für alle Unternehmungen gilt.“
Auch die beiden Wolfratshauser ließen es locker und freudig angehen. Rosi Habel beendete die 56 Kilometer nach 5:47 Stunden und kam damit als 48. Läuferin unter 497 Frauen der Altersklasse 50 bis 59 ins Ziel. Ihr Mann Jürgen erreichte das Ziel bereits nach 5:10 Stunden, womit er 104. von 1453 Läufern in der Altersklasse M50 wurde.
Gabriele Mayer
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