VonCarl-Christian Eickschließen
Ein polizeibekannter Wolfratshauser (31) ist in einer Tankstelle ausgerastet. Erst in der Kreisklinik konnte der Mann beruhigt werden.
Wolfratshausen – Ein 31 Jahre alter Wolfratshauser hat am Sonntagnachmittag in einer Tankstelle an der Königsdorfer Straße randaliert. Bei seiner Festnahme leistete der einschlägig bekannte Mann erheblichen Widerstand – der Sonntag endete für ihn in der Wolfratshauser Kreisklinik.
Der 31-Jährige riss laut Polizei gegen 16 Uhr in der Tankstelle zunächst mehrere Gegenstände aus den Regalen und warf sie auf den Boden. Dabei schrie er in Anwesenheit mehrerer Kunden herum. Damit nicht genug: „Ein 59-Jähriger aus Königsdorf, der gerade getankt hatte und in der Tankstelle noch einen Kaffee trank, wurde vom Wolfratshauser gepackt und gegen die Theke gedrückt“, berichtet Hauptkommissar Steffen Frühauf. Im Zuge der Auseinandersetzung verpasste der Wolfratshauser seinem Gegenüber einen Faustschlag ins Gesicht sowie einen Schlag in die Rippengegend.
Randalierer versucht, Polizisten zu bespucken
Auch eine Streife der Wolfratshauser Polizei konnte die Situation nicht sofort beruhigen. Frühauf: „Der 31-Jährige setzte sein aggressives und absolut unberechenbares Verhalten fort. Er wehrte sich mit Kräften gegen die Fesselung durch die Beamten und versuchte, sie zu bespucken.“ Schließlich gelang es der Streife, den Randalierer in Gewahrsam zu nehmen. Da er sich bei dem Geschehen in der Tankstelle eine Kopfverletzung zugezogen hatte, wurde er vom Rettungsdienst in die Wolfratshauser Kreisklinik gebracht.
Notarzt muss Spritze aufziehen
Doch auch dort zeigte sich der Wolfratshauser nicht von seiner besten Seite. Erst nachdem ihm von einem Notarzt eine Beruhigungsspritze verabreicht worden war, konnte seine Verletzung behandelt werden. „Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München II wurde in der Kreisklinik eine Blutentnahme durchgeführt“, so Frühauf. Das Ergebnis: Der 31-Jährige hatte mehr als zwei Promille Alkohol intus und stand offenbar auch unter dem Einfluss von Drogen. Sein Verhalten wurde nach Worten des Hauptkommissars nicht nur durch die Kamera in der Tankstelle, sondern auch durch die von den Polizeibeamten mitgeführte Body-Cam aufgezeichnet.
Der Wolfratshauser wird sich wegen Körperverletzung sowie wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten müssen. Unbekannt ist er der Polizei nicht: Der Mann fiel in der Vergangenheit immer wieder durch Diebstähle, Sachbeschädigungen und zuletzt durch einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz auf. cce
