Der Vorsitzende der Wolfratshauser Stadtkapelle, Christian Tomsu, wünscht sich mehr Auftritte – und setzt auf Nachwuchsförderung.
Wolfratshausen – Kommune und Kirche waren vergangenes Jahr Hauptauftraggeber der derzeit 42 aktiven Musiker der Stadtkapelle. Während zum Starkbierfest fast die gesamte Kapelle anrückte, reichte beim Neubürgerempfang eine Delegation der Jugendabteilung. „Wir haben oft in kleiner Besetzung gespielt und wollen in Zukunft wieder mehr große Konzerte spielen“, wünscht sich Vorsitzender Christian Tomsu.
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Bei der Jahresversammlung regte Zweiter Bürgermeister Fritz Schnaller an, dass die Stadtkapelle künftig auch an den vier Marktsonntagen auf dem Marienplatz spielen könnte. Ex-Stadtrat Paul Brauner nannte die musikalische Begleitung von Beerdigungen als weitere Möglichkeit. Tomsu rief zudem Vereine auf, für Jubiläumsfeiern die Stadtkapelle zu buchen. Um viele Anfragen erfüllen zu können, soll die Nachwuchsförderung intensiviert werden, kündigte er an. „Oberstes Ziel muss sein, die Jugend so zu integrieren, dass sie eine gute Stütze für uns ist.“ Derzeit spielen 15 Buben und Mädchen in der Jugendstadtkapelle, zwölf sind unter 18 Jahre alt. In diesem Zusammenhang hofft Tomsu auf eine Kooperation mit der Musikschule Wolfratshausen. „Obwohl wir immer wieder angefragt haben, kommt von dort leider wenig Initiative“, bedauerte der Vorsitzende. Besser laufe die Zusammenarbeit mit der Musikschule Geretsried. Matthäus Hammerl, Bezirksleiter des Musikbundes Ober- und Niederbayern, lobte die Jugendarbeit der Stadtkapelle: „Da kann man nur gratulieren.“
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Am Ende der Versammlung bestätigten die Mitglieder Christian Tomsu im Amt des Vorsitzenden. Ihm zur Seite steht als Stellvertreter Peter Wagner, der Rainer Nikolaus ablöst. Die Kasse führt weiterhin Maria Siller. Neue Schriftführerin ist Katharina Roßkopf. Komplettiert wird das Team durch Zeugwartin Sabine Stöhr, Notenwart Heinz Siller, Jugendwartin Sophia Roßkopf sowie die Beisitzer Franz Holzer und Silvia Gebhart.
Info
Wer die Wolfratshauser Stadtkapelle in voller Besetzung live erleben will, hat dazu am 1. Mai an der alten Floßlände sowie am 11. Mai beim „Interkommunalen Derblecken“ in der Loisachhalle Gelegenheit.
Peter Herrmann
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