- VonPeter Herrmannschließen
Mit einem Flashmob setzten Surf-Fans auf dem Wolfratshauser Marienplatz ein Zeichen: Sie wünschen sich die künstliche Welle in der Loisach.
Wolfratshausen – Ein regelrechter Menschenauflauf bildete sich am Samstagvormittag auf dem Marienplatz. Etwa 60 Wolfratshauser trafen sich zu einem Flashmob, um sich für die künstliche Surfwelle in Weidach einzusetzen. „Das ist eine spontane Aktion aus der Bürgerschaft heraus“, erklärte Mit-Initiatorin Christiane Mitchell. Frauen und Männer aller Altersgruppen aus Wolfratshausen waren per WhatsApp-Nachricht dazu aufgefordert worden. „Das ging nicht vom Verein Surfing Wolfratshausen aus“, betonte Mitchell.
Das Projekt (siehe auch Bericht unten) polarisiert und steht auf der Kippe. So haben beispielsweise einige Bürger in Leserbriefen an unsere Zeitung immer wieder die Befürchtung geäußert, dass die vermeintliche Randsportart ein Hirngespinst von wenigen Surfern ist und überwiegend von auswärtigen Besuchern betrieben würde.
Vor dem Marienbrunnen zeigte sich jedoch, dass der Rückhalt und die Unterstützung vieler Einheimischer groß sind. „Ich fände es klasse, wenn man zum Surfen nicht ans Meer fahren muss und das auch hier machen kann“, sagte Julius Deuter. Der zehnjährige Wolfratshauser war mit seinen Eltern in die Innenstadt gekommen und sah, wie um Punkt 11 Uhr viele Surfbretter in die Höhe gehalten und Plakate ausgerollt wurden. Die Teilnehmer der kurzen Solidaritätskundgebung hoffen, dass die Botschaft des Slogans „Wor – Wir wollen die Welle“ den Stadträten auch bei der Entscheidungsfindung am Dienstagabend im Sitzungssaal des Rathauses in Erinnerung bleibt.
ph
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