Wort des Lebens: Söder lässt sich als Retter feiern

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Seeblick: Finanzminister Markus Söder und Eberhard Koch (r.) genossen die Aussicht von der Seeburg. Foto: edl

Allmannshausen - Er ist der Retter von „Wort des Lebens“ am Starnberger See und er gefällt sich in der Rolle. Finanzminister Markus Söder sorgte dafür, dass WdL in Seeburg und Schloss Allmannshausen bleibt. Jetzt ist es fix.

Söder stoppte vor zwei Jahren die Verkaufspläne des Freistaats (wir berichteten). Der Freistaat rechnete damit, einen zweistelligen Millionenbetrag für seine beiden Schlösser zu erzielen. Dann kam der Widerstand der Bevölkerung - und Söder erkannte, dass die Seeburg und Schloss Unterallmannshausen besser im Zugriff der Öffentlichkeit bleiben sollten. Seitdem wurde über den Mietpreis verhandelt. Am Donnerstag war Vertragsunterzeichnung in der Seeburg - eine Woche vor der Feier zum 50-jährigen Bestehen von "Wort des Lebens". Jetzt hat es dank des Vertrags Planungssicherheit für 18 Jahre.

„Der Starnberger See braucht nicht noch zwei Hotels“, sagte der Finanzminister im stuckverkleideten Rosa Saal. Der See dürfe nicht nur für die Leute zugänglich sein, die es sich leisten könnten. WdL-Vereinschef Eberhard Koch dankte ihm herzlich. Die Zeit der Unsicherheit sei schwierig gewesen. „Was glauben Sie, was sich hier für Szenen abgespielt haben!“

Über den Preis für rund 3100 Quadratmeter Nutzfläche und 50 000 Quadratmeter Außenanlagen ließen beide nichts verlauten. Lange dauerten die Verhandlungen, ob und wie viel WdL leisten kann. Der gemeinnützige Verein lebt von den Einnahmen der Jugendfreizeiten in den Schlössern und Spenden. Offenbar hat der Freistaat Abstriche gemacht.

Auch Kurt Gustav Neumeister vom Ostuferschutzverband war über die Unterzeichnung der Vertrags froh. „Ich danke Ihnen, auch dafür, dass das Ostufer nicht verbonzt wird, dass ein geordneter Zugang für die Allgemeinheit erhalten bleibt.“ Der Verkauf wäre nicht einfach geworden, räumte Söder am Rande ein. „Man hätte erstmal wen finden müssen.“ edl

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