Familie mit emotionalem Appell

Nach dramatischem Flucht-Versuch mit Mann und Tochter: Israelin mit bayerischen Wurzeln nach Gaza verschleppt

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Die Frau, ihr Mann und die Tochter wurden von Terroristen entführt. Bei einem Flucht-Versuch konnte der Mann mit dem Mädchen fliehen, von der 36-Jährigen fehlt dagegen jede Spur.

Tel Aviv/Fürth - Die Familie einer offenbar in den Gazastreifen verschleppten Deutsch-Israelin hat sich mit einem emotionalen Appell an die Öffentlichkeit gewandt. Yarden Romann sei während des Hamas-Angriffs auf das israelische Grenzgebiet gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter von Terroristen in einen Wagen gezerrt und entführt worden. Das sagte Amit Avraham, der Partner ihrer Schwester, am Dienstag (10. Oktober) der Deutschen Presse-Agentur. Romann sei Enkelin aus Deutschland geflohener Juden, die aus dem fränkischen Fürth stammten.

Die Deutsch-Israelin Yarden Romann mit ihrer dreijährigen Tochter Gefen (Aufnahmedatum unbekannt). Romann wurde am Samstag offenbar von Terroristen der im Gazastreifen herrschenden Hamas in das Palästinensergebiet verschleppt. Ihre Familie macht sich große Sorgen.

Deutsch-Israelin wohl in den Gazastreifen verschleppt: Mann und Tochter in Sicherheit

Die 36-Jährige habe sich zu Besuch bei ihren Schwiegereltern im Kibbutz Beeri im Grenzgebiet aufgehalten. Kurz vor der Grenze zum Gazastreifen sei es dem Paar gelungen, mit der Tochter aus dem Auto zu springen. Auf der Flucht seien sie jedoch getrennt worden. „Der Vater und die Tochter konnten sich 24 Stunden lang im Gebüsch verstecken“, erzählte Avraham weiter. Sie seien inzwischen in Sicherheit, von der Mutter fehle jedoch jede Spur.

Familie macht sich große Sorgen um Deutsch-Israelin Yarden Romann

Offenbar sei die Frau wieder von den Terroristen aufgegriffen und in den Gazastreifen verschleppt worden. Auch die Schwiegermutter und die Schwägerin seien entführt worden. „Die Familie Romann bittet um dringende Hilfe bei der Suche nach den Vermissten“, hieß es in dem Appell, der auch über soziale Medien verbreitet worden war. (kam/dpa)

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Rubriklistenbild: © Roni Romann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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