Unglück im Zugspitzgebiet

Tödlicher Unfall: Profibergsteiger (28) stürzt 150 Meter in die Tiefe

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Im Zugspitzgebiet ist es erneut zu einem tödlichen Bergunglück gekommen.
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In der Zugspitzregion ist ein weiterer Bergtoter zu beklagen: Ein Profibergsteiger aus dem Allgäu stürzte auf dem Grat von der Zugspitze in Richtung Gatterl ab.

Garmisch-Patenkrichen - Der 28-Jährige aus dem Allgäu wurde laut Polizeibericht am Dienstag (18. Juli) gegen 10 Uhr von einem Freund als vermisst gemeldet. Der Profibergsteiger wollte nach dessen Angaben am Tag davor den Grat von der Zugspitze aus in Richtung Gatterl gehen. Bei dieser Tour handelt es sich um eine ausgesetzte und schwierige Gratkletterei, die selten begangen wird. Der Vermisste traf danach nicht wie angekündigt bei seinem Freund ein.

Bergsteiger stürzt im Zugspitzgebiet ab: Polizeihubschrauber im Einsatz

Nach eingeleiteten Suchmaßnahmen unter Einbindung des Polizeihubschraubers konnte er um 15.45 Uhr abgestürzt zwischen den Wetterspitzen und dem Wetterwandeck aufgefunden und von Kräften der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen erreicht werden. Eine Bergwachtärztin konnte nur noch den Tod feststellen.

Nach erster Einschätzung ist er circa 150 Höhenmeter vom Grat abgestürzt und erlitt hierbei tödliche Verletzungen. Die genaue Unfallursache wird durch einen Polizeibergführer ermittelt.

Zugspitze: Vierter Bergtoter in diesem Jahr

Im Zugspitzgebiet ist es in diesem Jahr der vierte Bergtote. Erst kürzlich Anfang Juli stürzte ein 65-jähriger Wanderer aus Nierstein, der auf dem Stangensteig oberhalb der Höllentalklamm unterwegs war, 150 Meter in die Tiefe. Im Januar verlor ein 28-
jähriger Münchner bei einer Überschreitung des Jubiläumsgrats den Halt und stürzte 350 Meter hinab ins Höllental. Und Mitte Juni wurde ein 61-Jähriger aus dem Landkreis Pfaffenhofen auf dem Höllental-Klettersteig kurz unterhalb des Gipfels von einem Schneerutsch erfasst und mitgerissen. Der Mann kam 400 Meter tiefer auf dem Gletscher tödlich verletzt zum Liegen.

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