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Traurige Nachrichten aus dem Erdinger Klinikum: Zwei Corona-Patienten sind dort seit Mittwochnachmittag verstorben.
Erding – Nach Aussage des Landratsamts handelt es sich um zwei betagte Männer, die Vorerkrankungen aufgewiesen hatten. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Toten aus dem Landkreis auf drei. Bei einem vierten Opfer hatte es sich um einen 82-jährigen Fluggast gehandelt.
Die Zahl der Infizierten wächst weiter langsamer als noch vor einigen Tagen. Zwischen Mittwochmittag und Donnerstagnachmittag wurden 23 neue Fälle bekannt. Die Gesamtzahl beträgt damit 373. Sie kommen aus Erding (6), Finsing (3), Berglern, Dorfen, Kirchberg (je 2), Bockhorn, Eitting, Fraunberg, Langenpreising, Moosinning, Oberding, Ottenhofen und Wartenberg (je 1).
Die Rate, in der sich die Zahl der Erkrankten verdoppelt, ist auf acht Tage gestiegen, zu Wochenbeginn waren es noch sechs Tage gewesen. Das bedeutet: Die Zahl der Neuinfektionen steigt noch langsamer.
Im Klinikum selbst hat sich die Lage minimal entspannt. 25 Corona-Patienten werden dort behandelt, einer weniger als tags zuvor. 16 befinden sich auf der Isolier-, acht auf der Intensivstation. Sieben müssen künstlich beatmet werden. Die gute Nachricht: 55 Infizierte gelten mittlerweile als genesen.
An den Screeningstellen werden weiterhin zahlreiche Abstriche vorgenommen. Über 3000 Personen wurden in den vergangenen drei Wochen in Erding und Dorfen getestet. Zum Wochenende werden die Zahlen hier erwartungsgemäß zurückgehen. Deswegen ist am Samstag und Sonntag nur die Teststelle an der FOS/BOS Erding geöffnet.
Die Notklinik im Warteraum Asyl wird zum Wochenende betriebsbereit sein – mit vorerst 160 Plätzen in zwei Leichtbauhallen. Am Mittwoch machte sich Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck ein Bild von einer der größten Hilfskliniken in Bayern. Bis zu 1000 Plätze können im Fliegerhorst geschaffen werden. HANS MORITZ
