Ausflügler aus Münchner Umland

Zwei junge Wanderer verirren sich in Wolfsschlucht - Bergwacht muss mit Hubschrauber anrücken

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Das Einsatzgelände im Bereich der Wolfsschlucht.
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    Gerti Reichl
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Die Bergwacht Rottach-Egern suchte am Dienstagnachmittag zwei Wanderer, die in der Wolfsschlucht vom Weg abgekommen waren - und nicht mehr weiter wussten.

+++ Aktualisierung, Mittwoch, 9 Uhr +++

Mittlerweile liegt der Bericht der Bergwacht Rottach-Egern vor:

Am frühen Dienstagnachmittag gingen, so teilt die Bergwacht Rottach-Egern mit, die Piepser. „Zwei Personen hängen in der Wolfsschlucht fest“, lautete sinngemäß die Meldung. Die Meldung an die Rettungsleitstelle kam indirekt über Angehörige, die Telefonkontakt mit den Verstiegenen hatten. Die Melder, die in Siebenhütten waren, konnten jedoch nicht sagen, wo sich der Mann und die Frau genau befanden. Nach ersten Informationen hatten sie sich scheinbar im Bereich des Wolfsschlucht-Steiges in absturzgefährlichem Gelände so verstiegen, dass sie weder vor noch zurück konnten, und sich sehr weit oben in der Wolfsschlucht auf einem sehr kleinen Standplatz befanden. Eine direkte Kontaktaufnahme war wegen des schwachen immer wieder unterbrochenenen Mobilfunknetzes nicht möglich.

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Zwei Bergretter der Bergwacht Rottach flogen mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau zur angenommenen Stelle. Gleichzeitig fuhren vier Bergrettern mit dem geländegängige Bergrettungsfahrzeug zu den Siebenhütten, um mit den Meldern in Siebenhütten Kontakt aufzunehmen und von unten in die Wolfschlucht einzusteigen. Die Vermissten befanden sich nicht an der angegebenen Stelle. Die aufsteigenden Bergretter konnten sie jedoch kurz darauf orten und wiesen den Hubschrauber ein.

Bergwacht im Einsatz.

Der Hubschrauber seilte dann die beiden an Bord befindlichen Bergwachtler mit der Winde zu den Verstiegenen in das zerklüftete, extrem steile und brüchige Gelände ab. Die Bergretter sicherten die Verstiegenen an einem mit gebohrten Felshaken eigens für die Rettung hergerichteten Standplatz und bereiteten die Rettung mit Rettungsgurten vor. Die erste Verstiegene wurde unmittelbar anschließend mit einem Bergretter im Doppelwinch aus dem steilen und steinschlaggefährdetem Bereich vom Hubschrauber mit der Seilwinde herausgewinscht und ins Tal geflogen. Der Hubschrauber wurde im Tal vom Tankanhänger der Bergwacht Brannenburg nachbetankt. Anschließend holte der Hubschrauber den zweiten Verstiegenen mit dem zweiten Bergretter wieder mit der Seilwinde und brachte beide ins Tal.

Die beiden etwa 25-Jährigen aus dem Münchner Umland konnten unverletzt gerettet werden. Ein falscher Schritt weiter, oder nachlassende Kraft, in diesem unwegsamen und sehr gefährlichem Schrofengelände hätte zum Absturz und folgenschweren Verletzungen führen können, so die Bergwacht.

Die Ursprüngliche Meldung vom Dienstagnachmittag:

Kreuth - Die Bergwacht Rottach-Egern ist ausgerückt. Offenbar muss sie zwei Personen retten, die sich in der Wolfsschlucht verstiegen haben. Weitere Infos folgen.

gr

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