Bauernverband vermutet Hybriden bei Fall mit totem Fohlen

Zwei Wolfs-Risse werden untersucht

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Zwei Wolfswelpen stehen auf einem Feld.
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Bei dem mutmaßliche von einem Wolf gerissenen Kalb bei Böbing vergangene Woche hat das zuständige Landesamt für Umwelt (LfU) die Erstdokumentation abgeschlossen, wie auf der LfU-Internetseite hervorgeht. Dabei fällt ein weiterer Fall aus dem Landkreis ins Auge, von dem bisher noch nichts bekannt war.

Landkreis – Bei dem mutmaßliche von einem Wolf gerissenen Kalb bei Böbing vergangene Woche hat das zuständige Landesamt für Umwelt (LfU) die Erstdokumentation abgeschlossen, wie auf der LfU-Internetseite hervorgeht. Dabei fällt ein weiterer Fall aus dem Landkreis ins Auge, von dem bisher noch nichts bekannt war: Drei Tage vor dem Kalb bei Böbing ist offenbar ein Lamm möglicherweise ebenfalls von einem Wolf gerissen worden. Auch dort ist die Erstdokumentation abgeschlossen und der genetische Abgleich läuft.

Fundort wird nicht verraten

Wo das Lamm getötet wurde, teilte das LfU auch auf Nachfrage nicht mit – das lasse aufgrund der enormen Wanderbewegung der Tiere keine Rückschlüsse zu, ob es der selbe oder ein anderer Wolf war, sagte ein Sprecher.

Wolfshund kommt infrage

Der Fall eines getöteten Fohlens Ende Mai bei Söchering wiederum lässt dem Bayerischen Bauernverband keine Ruhe. Wie berichtet, hatte das LfU beim Fohlen Hunde-DNA nachgewiesen und den Fall damit zu den Akten gelegt. Doch laut BBV-Kreisobmann Wolfgang Scholz sei das auf der Weide neugeborene Fohlen völlig ausgeweidet gewesen. „Das macht kein Hund. Wir hatten auch selbst einen Gutachter eingeschaltet, der das bestätigt hat.“ Er vermutet eher, dass es sich um einen Hybriden gehandelt hat, also einen Wolfshund. „Es gab ähnliche Fälle im Ammertal, da war auch immer von einem Hund die Rede.“ Laut Scholz könne das LfU mangels Referenz keine Wolfs-Hybriden nachweisen.

Das stimme so nicht, entgenete ein LfU-Sprecher. „In der Rhön wurde mehrfach ein Hybrid nachgewiesen, wir benutzen das selbe Labor. es ist also möglich. Nur wenn es eindeutlig ein Hund ist, müssen wir keine zusätzliche Analyse machen lassen.“ Die hat jetzt der BBV bei einem anderen Labor veranlasst, Ergebnisse liegen noch nicht vor.

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