Großes Angebot, kleine Kulisse:Zweites Open-Air-Konzert im Maierhof

Zweites Open-Air-Konzert im Maierhof: Nur 1000 Besucher bei Schürzenjäger & Co.

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Sie heizten den Besuchern kräftig ein: Die „Schürzenjäger“ aus dem Zillertal.

Das Wetter hätte besser sein können, und auch der Zuspruch ließ zu wünschen übrig: Rund 1000 Besucher kamen zum zweiten Open Air am Sonntag in Benediktbeuern.

Benediktbeuern Während am vergangenen Samstag noch große Freude über das enorme Besucherinteresse beim Sommer-Open-Air in den ehrwürdigen Mauern des Klosters Benediktbeuern herrschte, folgte am Sonntag die Enttäuschung: Nur knapp 1000 Freunde von Mundart-Pop und der Alpenrock-Szene hatten ein Ticket gelöst. Dabei standen absolut namhafte Gruppen auf der Bühne im Maierhof.

Den Anfang machte „Jason der Sarner“, Sieger des Alpen- Grand-Prix in Meran. Es folgten mit den „Troglauern“ die Stimmungskanonen aus der Oberpfalz und mit den „Schürzenjägern“ eine nahezu schon legendäre Gruppe aus dem Zillertal. Und zum Abschluss gab’s die „Seer“, eine der erfolgreichsten Mundart- Bands aus Österreich.

Trotz bedenklicher Vorhersagen hielt bis auf einige wenige Tropfen zumindest der Wettergott zu den Veranstaltern und bescherte dem Publikum einigermaßen trockene fünf Stunden Unterhaltung im Maierhof. „Augen zu und hingehört. Ist das nicht der…? Nein, er war es nicht. Doch „Jason der Sarnar“ interpretierte bei zahlreichen Songs stark im Stile Andreas Gabaliers. Der „Vollbluet“- Musiker tauchte mit seiner Band aber auch recht gekonnt in die verschiedensten musikalischen Welten ein und veredelte mit klassischen Jodlern manche Ballade.

Max aus Bayreuth und seinen Freunden hat es gefallen: „Natürlich stark in Richtung Gabalier und manchmal auch Hubert von Goisern, aber das passt schon.“ Mit Volksmusik gepaart aus Rock und Pop ging es schließlich weiter im Programm. „Heavy Volxmusic“ nennen die „Troglauer“ ihren Musikstil und finden damit immer mehr Freunde und Fans.

Open Air in Benediktbeuern: Die Seer, die  Schürzenjäger und die Troglauer im Maierhof

Die Seer, die Schürzenjäger und die Troglauer waren am Sonntag im Maierhof des Kloster Benediktbeuern zu Gast. Es schüttete in Strömen, die Stimmung war trotzdem gut.
Die Seer, die Schürzenjäger und die Troglauer waren am Sonntag im Maierhof des Kloster Benediktbeuern zu Gast. Es schüttete in Strömen, die Stimmung war trotzdem gut. © Hans Demmel

Von der ersten Minute an wurde in Benediktbeuern die Stimmung lautstark angeheizt und das Publikum zum Mitsingen animiert. Besonders bei „Haberfeldtreiber“, „Alles klar an der Bar“ und selbstverständlich dem „Bobfahrerlied“ wurde die Menge vor der Bühne schnell zu einem stimmgewaltigen Chor. Und dann gab es von der „Heavy Volxmusic“ mit dem „Rasenmäher-Reggae“ noch den Schwenk in die „Reggae-Volxmusic“.

Textsicher zeigten sich die Besucher auch gleich beim ersten Lied der nächsten Gruppe. „Schürzenjägerzeit hama heit…“, gab es zum Auftakt der legendären Band aus dem Zillertal um deren Urgestein Alfred Eberharter sen. zu hören. Da wurde kräftig mitgegrölt. Und es wurde auch deutlich, dass trotz einiger junger Besucher der Altersschnitt des Publikums etwas höher als noch am Vorabend lag. Von sanft und leise über melancholisch und nachdenklich bis hin zu rockig und fetzig präsentierten sich die „Seer“. Beeindruckend die Stimmen von Astrid und Sassy, die den typischen Seer-Sound perfekt machen und als Markenzeichen der Gruppe aus dem steirischen Teil des Salzkammerguts gelten. Die Tophits wie „Wilds Wasser“ und „Junischnee“ bildeten den krönenden Abschluss eines Open Airs, das wesentlich mehr Zuspruch verdient gehabt hätte. Hans Demmel

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