VonThomas Kuzajschließen
Bremen – Ein besonderes Glitzern, ein Funkeln und Glänzen… am Montag haben Bremens weihnachtlich-winterliche Märkte begonnen. Eine Mischung aus Glühweinduft, stimmungsvoller Beleuchtung und süßlich-sinnlicher Musik legt sie wie ein sanftes Netz über die Bremer Innenstadt, die ein bisschen gute Stimmung ja auch gebrauchen kann. Nun ist es wieder so weit: Glühwein, Kerzenschein und „Last Christmas“ – der Advent kann kommen!
Und bei aller Stimmungsseligkeit darf nicht vergessen werden, dass die ganze Sache ja auch ein Wirtschaftsfaktor ist. Süßer die Kassen nie klingeln… der Einzelhandel freut sich, Gastwirte und Hoteliers freuen sich, die Touristikbranche freut sich. Und Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) freut sich tüchtig mit, stimmt fröhlich mit ein in die süßen Gesänge der Bremer Weihnachtssaison: „Dass die Hotels an den Wochenenden nahezu ausgebucht sind, freut mich sehr. Das ist ein gutes Signal für die Unternehmen und Beschäftigen im Gastgewerbe und im Einzelhandel, die in den vergangenen zwei Jahren besonders von den Einschränkungen der Corona-Pandemie betroffen waren.“
Zudem herrschten zum Auftakt am Montag Temperaturen, bei denen Glühwein und Punsch auch schmecken! Kerzen und Christbaumschmuck, Bratwürste und Poffertjes, Mützen und Holzspielzeug – die Buden, Karussells und Imbissstände verwandeln die Innenstadt in ein weihnachtliches Dorf. An der Weserpromenade öffnet wieder der „Schlachte-Zauber“ mit mittelalterlich-maritimen Ständen, winterlichen Hütten und eisblauem Licht.
Energiekrise: Beleuchtungszeit morgens und abends kürzer
Nach Angaben des Wirtschaftsressorts haben insgesamt 240 Geschäfte eine Zulassung bekommen – unter ihnen sind 91 Verkaufsstände und 54 Imbissbetriebe, 30 Süßwarenstände und 23 Ausschankbetriebe. Und vier Karussells. Ein nostalgisches Karussell dreht seine Runden unter den Augen des Rolands auf dem Marktplatz, außerdem geht es auf dem Domshof rund.
Mit Blick auf die Energiekosten wird auch gespart. So haben die Organisatoren die Beleuchtungszeiten um zwei Stunden reduziert. Nun geht es morgens später los; abends gehen die Lichter etwas früher aus. Etliche Schausteller und Händler haben auf stromsparende LED-Beleuchtung umgestellt. „Zudem wird dort auf den Einsatz von Lichterketten verzichtet, wo die Stände und Fahrgeschäfte für ausreichend Beleuchtung sorgen – wie etwa bei den Bäumen auf dem Domshof“, so eine Sprecherin des Wirtschaftsressorts.
Weihnachtsmarkt in Bremen: Polizei warnt vor Taschendieben
Schummrige Beleuchtung, abgelenkte Menschen, Getümmel und Gedränge – eine Umgebung, in der sich auch Taschendiebe wohlfühlen. Also schaut auch das Auge des Gesetzes genau hin. „Wie in den Vorjahren sind neben einem privaten Sicherheitsdienst uniformierte Fußstreifen präsent“, kündigt Polizeisprecher Nils Matthiesen an.
Und er rät: „Nehmen Sie nur soviel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen. Tragen Sie Geld und Zahlungskarten sowie Telefone immer in verschiedenen und verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.“ Und außerdem: „Vorsicht, wenn jemand nahe an Sie heranrückt oder Sie anrempelt. Bestehen Sie darauf, dass der für Fremde übliche Abstand eingehalten wird.“ Und das eben nicht nur wegen Corona. Matthiesen: „Taschendiebe erkennt man oft an ihrem suchenden Blick. Sie sehen den Menschen nicht in die Augen, sondern spähen nach Beute.“
Turmbläser und Stelzenwesen auf dem Bremer Marktplatz
Da sehen wir doch lieber dem Weihnachtsmann in die Augen. Der nämlich öffnet die Türen an seinem Häuschen am Rathaus täglich um 16 Uhr. Der Weihnachtsmarkt und der „Schlachte-Zauber“ dauern bis zum 23. Dezember. Der Weihnachtsmarkt öffnet montags bis donnerstags in der Zeit von 10 bis 20.30 Uhr, freitags und sonnabends von 10 bis 21 Uhr, sonntags von 11 bis 20.30 Uhr. Illuminierte Stelzenläufer sind am 24. November sowie am 1., 8. und 15. Dezember jeweils von 18 bis 20 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt zu sehen. Turmbläser auf dem Rathausbalkon: 26. November sowie 3., 10. und 17. Dezember (jeweils ab 18 Uhr). Der „Schlachte-Zauber“ öffnet sonntags bis donnerstags von 11 bis 20.30 Uhr sowie freitags und sonnabends von 11 bis 21 Uhr.

