100 Konzerte

Breminale in Bremen: Volles Programm und jede Menge Musik am Osterdeich

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So kennt man die „Breminale“: Menschen sitzen entspannt am Deich, auf dem Gelände an der Weser herrscht Hochbetrieb. Zur Neuauflage vom 12. bis 16. Juli erwarten die Veranstalter wieder um die 200 000 Besucher. Auf dem Programm stehen rund 100 Konzerte und Shows.
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Nur noch etwa einen Monat, dann legt sie los, die „Breminale“ auf den Osterdeichwiesen. Vom 12. bis 16. Juli gibt es jede Menge Musik - umsonst und draußen.

Bremen – Mit mehr als 100 Konzerten und Shows lockt die 34. „Breminale“ vom 12. bis 16. Juli an den Osterdeich – und das umsonst und draußen, mit einem musikalisch breit aufgestellten Programm. Vieles ist wie gewohnt, aber einiges neu. Wieder wird auf ökologische Nachhaltigkeit Wert gelegt. Die Veranstalter erwarten etwa 200.000 Besucher.

„Breminale“ am Osterdeich: Etwa 100 Konzerte – für jeden Geschmack etwas

Auf der Hauptbühne werden die Konzerte jeden Tag von einem anderen Radio-Bremen-Sender sowie weiteren Sendern gestaltet, was sich auch im Musikprogramm widerspiegelt. Als erste Band betritt am Festival-Mittwoch, 12. Juli, „Bantu“ um 19 Uhr die Bühne. Die 13-köpfige Band, vom Veranstalter Concept Bureau den Genres „Afrobeat, Afrofunk“ zugeordnet, habe bedeutende Preise in Afrika gewonnen, so Jonte von Döllen. „UB 40“ und „Gentleman“ sollen bereits mit der Band zusammengearbeitet haben.

Am Donnerstag, 13. Juli, 20:30 Uhr, ist auf der Bühne die Band „Frontm3n“ zu erleben. Dazu gehören Pete Lincoln (war 13 Jahre Leadsänger bei „Sweet“, zehn Jahre Frontman bei „Sailor“ und nun bei „Smokie“), Mick Wilson, der 20 Jahre bei „10CC“ sang, und Peter Howard, seit 19 Jahren Sänger der „Hollies“. Angekündigt in der Kategorie „Cover“, spielt die Band den Angaben zufolge auch eigene Songs.

Aus Berlin kommt der Indie-Künstler „Donkey Kid“, er ist am Freitag, 14. Juli, 22.30 Uhr, zu sehen.

Am Freitag, 14. Juli, 21:30 Uhr, kommt die Berliner Rapperin „Wa22ermann“ auf die Hauptbühne. In ihren Songs erzählt die Kreuzbergerin vom Berliner Alltag. Am selben Tag ist um 22:30 Uhr „Donkey Kid“ auf der Bühne „Schleuse“ zu sehen, ein Berliner Indie-Künstler und Produzent. Es wird eine zugleich nostalgische und frische Musik versprochen, die sowohl an die Beatles als auch an den Synth-Pop der 80er erinnert.

„Breminale“: Liebe, Groove und Gitarrenklänge am Wochenende

Am Sonnabend, 15. Juli, 20 Uhr, sind „Maël & Jonas“ aus Koblenz (Radio-Bremen-Bühne) zu sehen. Die Musik wird als „einhundertprozentige Handarbeit“ angekündigt, die Songs behandeln die Liebe. Am Sonntag, 16. Juli, 17.30 Uhr, ist der australische Singer-Songwriter Jaimi Faulkner zu hören. „Eine Melange aus groovendem Americana- & Songwriter-Soul“, heißt es in der Ankündigung.

Denis Fischer in Aktion. Am Sonntag, 16. Juli, 19 Uhr, ist er auf der „Breminale“ zu erleben.

Um 19 Uhr hat Denis Fischer auf der „Parkbühne“ zusammen mit dem Bremer Gitarristen Kai Kampf ein Heimspiel. Unter anderem stehen Lieder von Ry Cooder, Chris Rea, Leonard Cohen und Bruce Springsteen auf dem Programm – Lieblingslieder der beiden Musiker. Fischer ist bekannt für seine Song-Interpretationen.

„Kulturkraken“ bespielen die „Pappinale“-Bühne – Kinderbreminale an verschiedenen Orten

Die Bühne „Pappinale“ wird zur „Pappinale-Krakinale“. Der Verein „Kulturkraken“ steigt ein und sorgt für das Programm, die Gastronomie „Papp“ für Getränke. Am Freitag, 14. Juli, 17.30 Uhr, spielen die „Tinnitussis“ Balkan-, Pop- und Party-Brass. Am Sonnabend, 15. Juli, 16 Uhr, gibt es einen Crash-Kursus im Tanz „Lindy Hop“ mit der Tanzschule „Swing-Kantine“. Aus der „Dreimeterbretter“-Bühne wird in diesem Jahr erstmalig die „Bretter“-Bühne.

Die „Kinderbreminale“, im vergangenen Jahr auf den Park konzentriert, findet in diesem Jahr an verschiedenen Orten statt. Im Park wartet das „Zwergendorf“ mit Workshops auf. Am Sonnabend, 15. Juli, 12 bis 17.30 Uhr, werden beispielsweise Musikinstrumente gebaut. Ebenfalls im Park ist der „Wissens-Kiosk“ des Wissenschaftscenters Universums zu finden.

Abseits der Bühnen der „Breminale“: Pfandsystem, Flohmarkt und Führungen

Um die Müllmenge zu reduzieren, sollen Pfand- und Entsorgungssysteme das ganze Festival über präsent, das Entsorgungsteam ansprechbar sein. Neu in diesem Jahr sind Mehrwegschnapsbecher. Am Sonntag, 16. Juli, finden auf dem gesperrten Osterdeich der „Supermarkt“, ein Flohmarkt, und die „Bikinale“ (erraten, da geht"s ums Rad), 12 bis 18 Uhr, mit kleiner Fahrrad-Messe und einem Parcours statt.

Mitten auf dem Festivalgelände liegt ein historisch belastetes Denkmal: Die Altmannshöhe ist ein von den Nationalsozialisten 1935 errichteter Gedenkort für Bremer Soldaten, die im Ersten Weltkrieg getötet wurden. Mitglieder der Naturfreundejugend wollen dort in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege Führungen anbieten.

Das „Breminale“-Programm ist online abrufbar. Gut zu wissen, sollte es so heiß sein wie jetzt: Auf dem Gelände stehen drei Wasser-Stationen zur Verfügung.

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