Auf 46 Hektar in Bremen

Die größte Rhododendron-Sammlung der Welt ist in voller Blüte und kann gratis besucht werden

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Die Rhododendren befinden sich kurz vor der Hauptblüte.
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Eine der schönsten Jahreszeiten im Rhododendron-Park Bremen beginnt: Mitte Mai bricht eine Vielzahl der Rhododendron und Azaleen auf. Das verwandelt den Park in ein rot, blau, weiß, violettes Farbenmeer. Zu bestaunen ist es ab sofort und zwar kostenlos.

Auch in diesem Jahr hat sie witterungsbedingt früh begonnen: die Hauptblüte im Rhododendron-Park Bremen. Sie lockt zu einem Rundgang über das Gelände mit Zwischenstopps im Rhododendron-Steingarten des Botanischen Gartens, im Sortimentsgarten Ost mit seiner umfassenden Sammlung an japanischen Azaleen sowie im Yakushimanum-Tal in der Parkerweiterung.

„Ein absolutes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher im ältesten Teil unseres Parks. Hier werden die meisten Blütensträucher und auch unsere größten, sechs bis sieben Meter hohen Rhododendron-Büsche entlang der Marcusallee in voller Pracht und Farbintensität aufblühen. Ein besonderer Anblick“, erklärt Parkleiter Dr. Hartwig Schepker.

Die größte Sammlung weltweit

Auf 46 Hektar pflegt die Stiftung die größte Rhododendron-Sammlung der Welt. Mit 650 Wildformen und 3.700 Züchtungen inklusive der zu den Rhododendron gehörenden Azaleen wird die Gattung so abwechslungsreich und vollständig gezeigt wie nirgendwo sonst. Die Bremer Sammlung ist Grundpfeiler der Deutschen Genbank Rhododendron und ein einmaliges Zeugnis der 200-jährigen Züchtungsgeschichte von Rhododendron.

Blütenpracht im Rhododendron-Park.

Botanische Vielfalt und gestalterische Abwechslung kennzeichnen den Rhododendron-Park. Er ist von Wasserläufen durchzogen und wird von fast 4.000, zum Teil 150 Jahre alten Bäumen geprägt. Die Wälder und Wiesen sind zudem Lebensräume für viele einheimische Tiere.

Rhododendren bereits mehr als 80 Jahre alt

Im alten Park befinden sich langjähriger Baumbestand über 80-jährige Rhododendron- und Azaleen-Bestände sowie der Arten-Garten mit über 200 winterharten Wildformen, ein Azaleen-Hain mit sommergrünen Azaleen, bunten Blüten und einem intensiven Duft.
Dazu kommt der zentral gelegene Heidegarten.

In der Parkerweiterung erwarten die Besucher Themengärten: Rosen-, Hecken-, Neuheiten-, Bonsai- und Duft-Garten, ein Sortengarten mit 1.000 Züchtungen von A bis Z, ein Panoramaweg mit Blick auf die Stauden-Terrassen sowie Mammutbäume im Yakushimanum-Tal. Der botanische Garten ist 3,2 Hektar groß und beherbergt 5.000 Pflanzenarten aus aller Welt mitten im Park. Dazu kommen einheimische Flora mit 1.000 Arten aus Nordwestdeutschland und 500 verschiedene Medizinalpflanzen sowie ein umfangreiches Nutzpflanzen-Sortiment.

Die Geschichte des Parks:

Die 1935 gegründete Deutschen Rhododendron Gesellschaft initiierte die Einrichtung eines Schau- und Sichtungsgartens für Rhododendron und feierte 1937 die Einweihung der ersten zwei Hektar Park. Der bereits 1905 am Osterdeich angelegte Botanische Garten wurde 1936 nach Horn umgesiedelt, aber erst 1949-51 an seinem neuen Ort aufgebaut. 2009 übernahm die private „Stiftung Bremer Rhododendronpark“ die Unterhaltung vom Rhododendron-Park und Botanischen Garten Bremen.

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