VonThomas Kuzajschließen
Bremen – Musik verbindet die Region, das 20. „Gartenkultur-Musikfestival“ bringt dies buchstäblich unüberhörbar zum Ausdruck. Vier Wochen noch, dann geht es wieder los. Das Festival, es dauert in diesem Jahr vom 4. bis zum 27. August. Harmonie in Gartenkunst und Musik, darum dreht sich alles bei 33 Konzerten in 21 Städten und Gemeinden.
Im vergangenen Jahr waren es 40 Konzerte in privaten und öffentlichen Gärten von 19 Städten und Gemeinden. Seine Wurzeln hat das Festival im Kommunalverbund, der das Programm – die Hefte liegen jetzt allerorten aus; zu finden ist das Programm auch im Netz – am Montag im Bremer Rathaus präsentiert hat. Bei gut 50.000 Euro liegt das Budget, sagt Susanne Krebser, die Geschäftsführerin des Kommunalverbunds. Hinzu kommen die Kosten der einzelnen Veranstaltungen.
Was das Programm angeht, laufen die Fäden bei Dennis Freese zusammen, beim Kommunalverbund als Projektleiter für das „Gartenkultur-Musikfestival“ verantwortlich. Als Projektleiter, aber eben nicht als Intendant, das betonte Freese am Montag einmal mehr. Das bedeutet, dass der Kommunalverbund die einzelnen Programmpunkte koordiniert, aber eben nicht kuratiert. Es werde kein Einfluss auf das genommen, was die einzelnen Organisatoren anbieten – was wiederum zur Vielfalt des Konzertreigens beiträgt, der Country und Folk enthält, klassische Musik und Gospel-Klänge, Tango und Jazz. Und so weiter, und so fort. Freese vergleicht das Festival gern mit dem Eurovision Song Contest (ESC), bei dem auch die Teilnehmer einfach „ihren Beitrag melden“. Einen Unterschied allerdings betont Freese dann doch: „Bei uns gibt es nur Gewinner.“
Eröffnung in Bassum, sechs Konzerte in Bremen
Zu den Gewinnern zählen „Les Brünettes“. Die A-cappella-Musik des deutsch-französischen Frauen-Quartetts eröffnet das „Gartenkultur-Musikfestival“ in diesem Jahr: „Les Brünettes“ treten am Freitag, 4. August, um 19 Uhr in der Klosterbachmuschel an der Freudenburg in Bassum auf. Eintritt: frei. Den gartenkulturellen Rahmen für „Les Brünettes“ bildet der öffentliche Park rund um die Burg innerhalb der historischen Befestigungsanlagen.
Auch Bremer Parks und Gärten finden sich im Festival-Spielplan, sechs Konzerte sind es dieses Mal in der Hansestadt:
- Donnerstag, 17. August, 19 Uhr: Rock‘n‘Roll in plattdeutscher Sprache mit dem eingespielten Trio „Knipp Gumbo“ im Garten der mittelalterlichen Wasserburg „Burg Blomendal“ im Bremer Norden. Eintritt: frei.
- Donnerstag, 17. August, 19 Uhr: „Schiffe versenken auf Finnisch“, eine musikalisch-maritime Lesung mit Martin Heckmann, Matthias Entrup und Klaus Fischer im Garten von Schloss Schönebeck in der Bremer Schweiz. Eintritt: frei, Anmeldung erbeten unter dieser Adresse.
- Freitag, 18. August, 19 Uhr: „Musik und Poesie“ mit der Singer-Songwriterin Christina Lux sowie Oliver George im Haus am Walde am Rand des Bremer Stadtwalds. Eintritt: frei.
- Sonntag, 20. August, 15 Uhr: Junge Talente der von Jolanta Ziemska und Maciej Ziemski geleiteten „Musikakademie Bremen“ geben ein sommerliches Nachmittagskonzert. Ort des Geschehens ist der (schön grüne) Cato-Bontjes-van-Beek-Platz im Herzen von Kattenturm (Obervieland). Eintritt: frei.
- Donnerstag, 24. August, 19.30 Uhr: Soul-, Funk- und Pop-Hits präsentieren Frederic Drobnjak (Gitarre) und Maximilian Suhr (Percussion) mit dem Sänger Anthony Carney im Kränholm-Park (Auf dem Hohen Ufer 35, Bremen-Nord). Eintritt: zehn Euro; Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.
- Freitag, 25. August, 19 Uhr: Folk mit dem Hamburger Trio „ Elderland“ im Haus am Walde. Eintritt: frei.
Neben diesen Konzerten steckt noch mehr Bremen im (unteranderem auch vom Bremer Kulturressort unterstützten) Festival – bei Bremer „Auswärtsspielen“. Das Bremer Trio „Sax und Schmalz“ zum Beispiel tritt am Sonntag, 6. August, um 11 Uhr im Achimer Rathauspark auf (Karten: zehn Euro im Vorverkauf).

