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Duftende Oberflächen: „Hansebau“ und „Altbautage“ in den Bremer Messehallen

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Das geht aufs Haus? Nein, es geht ums Haus bei der „Hansebau“ und den „Altbautagen“ in den Messehallen auf der Bürgerweide. Ob Neubau oder energetische Sanierung – bei dem Messe-Duo sind etliche Gewerke vertreten.
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Bremen – Umzug, Umbau, Sanierung. . . alles nicht einfacher geworden in diesen Zeiten – gute Planung und Informationen aus erster Hand wirken da wichtiger denn je. Ob Alt- oder Neubau: Anregungen, Tipps und Hilfestellungen soll nach der Corona-Zwangspause einmal mehr die Messe-Kombi aus „Hansebau“ und „Altbautagen“ geben. Das Duo gilt als Nordwestdeutschlands größte Baufachausstellung. Fragen und Antworten zum Thema.

Wann öffnen „Hansebau“ und „Altbautage“?

Von Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. Januar, präsentieren sich gut 300 Aussteller in den Hallen 5, 6 und 7 auf der Bürgerweide. Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr. Kartenpreise online: zehn Euro (ermäßigt 8,50 Euro), „Feierabend-Ticket“ (ab 15 Uhr): sechs Euro.

Die Energiepreise und das Thema Energiesparen beschäftigen viele Menschen. Was bieten die beiden Messen dazu?

„Ein zentrales Thema ist natürlich ,Heiztechnik mit Zukunft‘, dem wir in Halle 7 eine eigene Sonderschau widmen“, erklärt Projektleiter Sven Rapke. Es werde eine „große Auswahl an innovativen und energieschonenden Heiztechnologien präsentiert“, so die Messe-Organisatoren. Eine pauschale Antwort auf die Frage nach der Heiztechnik der Zukunft gebe es nicht: „Wärmepumpen, Pelletheizungen und andere alternative Heizsysteme erfordern immer eine individuelle Betrachtung.“

Starkregen, Dauer-Hitze, Trockenheit – macht die Messe Folgen von Klima- und Wetterveränderungen zum Thema?

„Viele Gebäude und Grundstücke sind darauf nicht vorbereitet“, so eine Messe-Sprecherin. „Dabei können schon einfache Maßnahmen helfen, die Wohn- und Lebensqualität zu verbessen und das Zuhause vor klimabedingten Schäden zu bewahren.“ Die Bremer Umwelt-Beratung biete auf der Bürgerweide im Projekt „Klimawandelanpassung“ Beratungen an.

„Heiztechnik mit Zukunft“ – Heiztechnologien sind ein großes Messethema.

Gibt es wieder ein Experten-Vortragsprogramm?

In den etwa 130 Vorträgen geht es beispielsweise um energetisches Sanieren, um Förderprogramme und Finanzierungen und um Schimmel. Beim „Forum Naturbaustoffe“ können Interessierte unter anderem etwas über das Bauen mit Stroh, Lehm oder Holzfasern erfahren.

Welche Trends greift das Messe-Duo noch auf?

„Tiny Living“ zum Beispiel, das Wohnen auf kleinstem Raum, etwa in „Tiny Houses“. Die Sonderausstellung „Tiny Living“ greift diesen Trend mit unterschiedlichen Aspekten auf und zeigt in Halle 5 fünf verschiedene Häuschen von vier Anbietern aus dem Nordwesten.

Gibt es auch Raum für Lifestyle-Wohnthemen?

Ihre Premiere erlebt die Sonderschau „Wohn-Design“ in Messehalle 6. „Hier werden neben außergewöhnlichen Möbeln und Accessoires auch innovative Wanddekorationen und Bodenbeläge präsentiert“, heißt es vorab. Und: „Zahlreiche Designer und Meisterhandwerker aus dem Nordwesten zeigen gemeinsam mit Mitgliedern der Bremer Raumausstatter-Innung, was man aus seinen vier Wänden machen kann.“

Ein Beispiel?

Der österreichische Hersteller ,Organoids‘ bringt buchstäblich die Natur ins Haus. „Die einen haben eine gedruckte Blümchentapete an der Wand – bei ,Organoids‘ wird direkt die Blumenwiese tapeziert.“ So beschreibt Malermeister Daniel Reich aus Loxstedt, der „Organoids“ in Halle 6 präsentiert, „grob vereinfacht“ die Idee, die hinter dem Anbieter steckt. Die duftenden Oberflächen aus echten Naturmaterialien wie Almheu, Edelweißblüten und Kaffeepulver werden klimaneutral in Tirol hergestellt. Sie eignen sich als Tapete, als Boden, als Akustikelement.

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