„Beitrag zur Erdgaseinsparung“

Gasnotstand: Vonovia will in Bremen nachts die Heizungen drosseln

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In der Gas-Krise will der Immobilienkonzern Vonovia zu einem drastischen Mittel greifen. Wird Bremern nachts die Heiztemperatur gedrosselt?

Bremen – Mieter in Bremen aufgepasst: Um Erdgas zu sparen, will der Immobilienkonzern Vonovia seinen Mietern künftig wegen des möglichen Gasnotstandes nachts die Heiztemperatur drosseln. Das hätte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage mitgeteilt, berichtet „buten un binnen“. Konkret soll die Leistung der Gas-Zentralheizungen zwischen 23:00 und 06:00 Uhr auf höchstens 17 Grad gesenkt werden.

Gasnotstand: Vonovia will in Bremen nachts die Heizungen drosseln

„In den Vorstufen zu einer Gasnotlage leisten wir einen Beitrag zur Erdgaseinsparung durch optimierten Betrieb unserer Anlage“, heißt es in diesem Kontext von Vonovia-Sprecher Olaf Frei. Noch vor Beginn der kälteren Jahreszeit soll diese Absenkung in Bremer Haushalten erfolgen, voraussichtlich ab August. Laut Vonovia gibt es in Bremen 11.000 und in Niedersachsen 25.000 Wohnungen.

Der Immobilienkonzern Vonovia will seinen Mietern in Bremen und Niedersachsen künftig nachts die Heiztemperatur drosseln.

Immerhin: Tagsüber sollen die Mieter weiterhin uneingeschränkt heizen können. Die Warmwasserversorgung sei nicht betroffen, es könne wie gewohnt geduscht und gebadet werden. Vonovia spricht auch eine Empfehlung aus und rät tagsüber zu einer Temperatur von 20 Grad – insofern diese als angenehm empfunden wird. Im Grunde ein Tipp, um beim Gasnotstand Energie zu sparen.

Gewoba und Brebau gehen in Bremen nicht von Gas-Einschränkungen aus – vorerst

Konkrete Gas-Einschränkungen für Mieter in der Hansestadt zieht wiederum das Bremer Wohnungsunternehmen Gewoba nicht in Betracht. Das sagte Pressesprecherin Christine Dose. Doch sei man aktuell dabei zu prüfen, wie man in Wohnungen der Gewoba notfalls eine „Wohlfühltemperatur“ gewährleisten und auch eine Überheizung ausschließen könne.

Bernd Botzenhardt, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Brebau mit Sitz in Bremen, betont, dass es zumindest bis 2023 keine Gas-Probleme geben würde. Und die Brebau hätte langfristige Verträge abgeschlossen, was der Wohnungsbaugesellschaft eine gewisse Preisstabilität geben würde.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa/imago

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