VonJörg Esserschließen
Die Brepark hat am Freitag das modernisierte Fahrradparkhaus an der Südseite des Haupbahnhofs eröffnet. In die Sanierung steckte Bremen rund eine Million Euro.
Bremen – „Bremen ist eine fahrradfreundliche Großstadt“, sagt Maike Schaefer. Eben eine Fahrradstadt mit mehr als 25 Prozent Radverkehrsanteil. Und den will die grüne Verkehrs- und Umweltsenatorin weiter ausbauen. Das macht sie auch, wobei nicht jede Aktion und jeder neue Radweg vor allem in der Innenstadt auf viel Gegenliebe in der mobilen Öffentlichkeit stößt.
Am Freitagmittag eröffnete Schaefer das neue Fahrradparkhaus der städtischen Parkraum-Gesellschaft Brepark an der Südseite des Hauptbahnhofs – gemeinsam mit der scheidenden Brepark-Geschäftsführerin Erika Becker und ihrer Nachfolgerin Katja Krause. Um den Radverkehrsanteil auszubauen, „braucht es neben verkehrssicheren Straßenraum zum Fahren dringend den Raum und die entsprechende Infrastruktur für das komfortable Abstellen von Fahrrädern“, sagte Schaefer. Letzteres gilt als mehrheitsfähig.
Und so wertet die Mobilitätssenatorin die Sanierung und Modernisierung des Fahrradparkhauses, besser der Fahrradparkhäuser an der Nordseite (Bürgerweide) und Südseite des Hauptbahnhofs, als „überaus wichtigen und notwendigen Schritt auf dem Weg zur Mobilitätswende“. Etwas mehr als eine Million Euro hat Bremen laut Schaefer investiert, 190 000 Euro für das Parkhaus an der Nordseite, das ausschließlich Dauerparkern zur Verfügung steht, und 840 000 Euro in das an der Südseite, das für Dauer- und Tagesparker gedacht ist.
Platz für Kurzparker und Dauerparker
Die Sanierung bei laufendem Betrieb bezeichnete Becker als logistische Herausforderung. Mit einem „tollen Ergebnis“. Die Brepark hat das Haus im Juli 2021 vom Fahrradclub ADFC übernommen. Jetzt sei es „wieder vollumfänglich nutzbar“, sagte Becker.
Das Haus sei jetzt heller und sicherer. Ein frischer Anstrich und eine überarbeitete Glasfassade sorgten für mehr Transparenz. Zudem gibt es jetzt einen Sicherheitsdienst auch während der Öffnungszeiten (montags bis sonnabends, 6 bis 23 Uhr, sonn- und feiertags, 8 bis 20 Uhr). Becker: „Das ist die entscheidende Wende.“
Mehr Sicherheit zu den Öffnungszeiten
Es gibt weiteren Angaben zufolge 930 Stellplätze an der Bahnhofs-Südseite, ein modernes Zugangssystem sowie neue Doppelstock-Parkplätze, die einfacher nutzbar seien. Hinzu kommen 40 Schließfächer, davon 24 mit Ladefunktion, sowie eine Toolstation für kleine Reparaturarbeiten.
Kurzparker haben die Möglichkeit, ihren Drahtesel für einen Euro pro Tag abzustellen. Ein Dauerstellplatz ist für zehn Euro pro Monat über die Homepage der Brepark buchbar.
Weitere Infos unter:
www.brepark.de

