Polizei gibt Tipps

KI erzeugt falsche Fotos und Websites: So schützen sich Wohnungssuchende vor Betrug

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Hinter Wohnungsinseraten, die traumhafte Mietwohnungen versprechen, stecken immer häufiger Betrüger, die per Künstlicher Intelligenz (KI) scheinbar attraktive Wohnungen anbieten, warnt das LKA.

Bremen – Die Suche nach einer erschwinglichen und attraktiven Wohnung wird für immer mehr Suchende zur bösen Falle, denn immer häufiger sind hier Betrüger im Spiel. Das Landeskriminalamt Niedersachsen in Hannover warnte kürzlich vor Fake-Wohnungsanzeigen im Netz, bei denen Kriminelle Künstliche Intelligenz nutzen, um fiktive Wohnungen anzubieten.

Dabei werden eigens Bilder der fiktiven Räume generiert und sogar gefälschte Immobilienfirmen-Websites erstellt. Die Täter stellen Immobilien mit eigenen Annoncen ein oder reagieren auf Gesuche. Nun warnte auch das LKA Bremen auf Nachfrage der kreiszeitung.de von IPPEN.MEDIA vor gefälschten Wohnungsanzeigen.

Neue Betrugsmaschen mischen den Wohnungsmarkt auf. KI wird auf Internetportalen eingesetzt, um falsche Inserate zu schaffen, falsche Schlüssel werden verschickt und sogar Airbnb nutzen die Betrüger. (Symbolbild)

LKA Bremen warnt: Vorsicht – Betrüger setzen auf seriöse Portale und überzeugende Inserate

„Aufgrund der Vielzahl der (Betrugs-)Phänomene können nicht zu jedem gesonderte Statistiken geführt werden“, so ein Sprecher der Polizei Bremen, von daher könnten keine belastbaren Fallzahlen genannt werden.

Gefälschte Wohnungsanzeigen begegneten Wohnungssuchenden auch auf großen Online-Plattformen, häufig werden seriöse Immobilienportale für den Online-Betrug missbraucht. „Betrüger locken in seriös wirkenden Inseraten mit niedrigen Mietpreisen in guten Lagen“, so der Polizeisprecher. Sie geben sich als Makler oder Vermieter aus, doch ihre Masche ist immer die gleiche – die neuen Mieter sollen die Kaution oder die erste Miete per Bargeldtransfer überweisen.

So könnte Bremen auch aussehen: KI-generierte Straßen lassen die Hansestadt aufblühen

Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC
Verschiedene Bremer Straßen durch eine KI bearbeitet.
Blumen, verwinkelte Straßen und Cafés: Die KI von dutchcyclinglifestyle.com lässt Bremen aufblühen. © NBTC

Vorauszahlungen, falsche Schlüssel und Airbnb: Das sind die gängigsten Betrugsmaschen

In der Regel würden Wohnungen in guter Lage und Ausstattung zu einem akzeptablen Mietzins angeboten. Dem Interessenten werde suggeriert, dass Vorab-Überweisungen zwecks Terminvereinbarung erforderlich sind. Diese Überweisung wird seitens der Täter als „Pfand“ dargestellt, da der Anbieter angeblich aus dem Ausland anreisen muss.

„Ferner werden Anzahlungen für die Reservierung der Wohnung oder als Abschlagzahlung für zu übernehmendes Mobiliar gefordert – meist auf ausländische Konten“, so das LKA Bremen.

Warnung vor Wohnungsbetrug mit AIrbnB-Wohnungen und künstlicher Intelligenz

Teilweise werde auch nach Dokumenten verlangt, welche an den Wohnungsanbieter übermittelt werden sollen. „Die übermittelten Dokumente können dann in der Folge von Täterseite für weitere Betrugshandlungen eingesetzt werden“, warnt die Polizei.

Eine weitere Masche ist das Versenden angeblicher Wohnungsschlüssel per Nachnahme, so das niedersächsische LKA. Doch oft passe der Schlüssel nicht zur Wohnung – oder diese ist eine über Airbnb von den Kriminellen eigens für die Besichtigung der potenziellen Betrugsopfer angemietete Wohnung. So sollen die Wohnungssuchenden dazu gebracht werden, Geld im Voraus zu überweisen.

Rückwärts-Bildersuche und Vermieter-Recherche: Wohnungen im Internet überprüfen

Die Bremer Polizei warnt ausdrücklich davor, Geld im Voraus zu überweisen oder sensible Daten preiszugeben. Auch sollen Interessenten sich nicht von Ausweis- und Privatfotos der angeblichen Vermieter blenden lassen, da diese gestohlen sein können. Mit einer umgekehrten Bildersuche könne man prüfen, ob die Bilder bereits in anderen Anzeigen benutzt wurden. Häufig würden Fotos kopiert und missbräuchlich verwendet.

Im Zweifel sollte man Screenshots machen – und Betrugsversuche bei den entsprechenden Immobilienportalen zu melden. Im Zweifelsfall sollte man immer die Polizei einschalten.

Sicherheitstipps der Bremer Polizei an Menschen, die auf Wohnungssuche sind:

  • Zu günstige Preise
    Niedrige Kaufpreise, Mietpreise und Nebenkosten können ein Indiz für eine gefälschte Wohnungsanzeige sein. Prüfen Sie über einen Mietpreisspiegel, ob der Mietpreis für Ihre Immobilie realistisch ist.
  • Vorkasse / Aufforderung zur Geldüberweisung vor eigentlicher Besichtigung
    Zahlen Sie kein Geld im Voraus! Seriöse Makler oder Eigentümer verlangen niemals Geld vor einer Besichtigung. Eine Mietkaution wird immer erst dann fällig, wenn Sie tatsächlich einen Mietvertrag geschlossen haben.
  • Bilder wie aus dem Katalog
    Mit einer umgekehrten Bildersuche können Sie prüfen, ob die Bilder vielleicht schon in anderen Anzeigen benutzt wurden. Häufig werden Fotos kopiert und missbräuchlich verwendet!
  • Sprache
    Viele Anzeigen oder E-Mails beinhalten Grammatik- und / oder Rechtschreibfehler. Das kann daran liegen, dass die Betrüger aus dem Ausland agieren!
  •  Hohe Seriosität
    Wenn hervorgehoben wird, dass der Vermieter einen angesehenen Beruf ausübt oder dass es sich bei der Firma um einen großen internationalen Konzern handelt, seien Sie skeptisch. Es könnte dazu dienen, Vertrauen aufzubauen. Geben Sie den Namen in eine Online-Suchmaschine ein. Existiert der Name wirklich, müsste es Einträge auf offiziellen Webseiten geben. Ist er hingegen erfunden, findet sich oftmals schon eine Warnung durch Betroffene!
  • Fehlende Angaben / Viel zu geringe Nebenkosten
    Seien Sie misstrauisch, wenn nur die Warmmiete angegeben wurde und wichtige Details, wie z.B. der Energieausweis, fehlen.
  • Zeitdruck
    Die Wohnung ist eigentlich schon reserviert, aber wenn Sie jetzt schnell handeln, könnten Sie noch eine Chance auf die Wohnung haben! Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzten. Schnelles Handeln kann dazu führen, dass wir unbedacht handeln!
  • Aufforderung einer Kopie des Personalausweises
    Übersenden Sie keine Kopie Ihres Personalausweises, mit den Daten des Personalausweises können Betrüger Ihre Identität bei illegalen Geschäften nutzen.
  • Kontaktdaten des Vermieters
    Wichtig ist, dass die Kontaktdaten des Vermieters angegeben sind. Recherchieren Sie die genannten Ansprechpartner im Internet. Sofern eine Telefonnummer angegeben ist, rufen Sie dort an.

Rubriklistenbild: © Heiko Kueverling/Imago

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