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Kostspieliges Wohnen: Das ist die teuerste Straße in Bremen

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Das Schnoorviertel hat es unter die Top Ten der Top-Adressen in Bremen geschafft. Ein Bezirk dominiert aber in Sachen Exklusivität: Schwachhausen.
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Exklusiven Wohnraum findet man auch in Bremen. Die meisten der gehobenen Immobilien liegen im selben Stadtviertel. Doch es gibt auch ein paar Überraschungen.

Bremen – „Es ist zwar etwas teurer, dafür ist man unter sich“, sang mal eine berühmte deutsche Punkband über eine beliebte Nordsee-Insel. Doch auch auf dem Festland kann das Leben ganz schön kostspielig sein, besonders in Sachen Wohnen. Deutschlands teuerste Straßen und Viertel hat jetzt das Immobilienportal immowelt gekürt. Darunter sind auch einige Spots in Bremen vertreten.

Denn auch in der Hansestadt gibt es Gegenden mit hohem Quadratmeterpreise. Dieser bezieht sich in dem Ranking allerdings auf Kaufimmobilien, nicht auf Mietwohnungen. Auffällig ist dabei: Ein Viertel in Bremen sticht besonders heraus in der Luxus-Liste.

Teures Wohnen: Ein Stadtteil dominiert ganz klar in Sachen Exklusivität in Bremen

Bremen-Kenner wissen sofort, welcher Stadtteil gemeint ist: Nördlich der Innenstadt gelegen, zählt Schwachhausen mit seinen prachtvollen Altbremer Häusern und viel Grün zu den beliebtesten Gegenden der Weserstadt. Das an vielen Stellen fast schon malerisch wirkende Flair zieht viele Familien ins Quartier. Doch die müssen über das nötige Kleingeld verfügen, wenn sie dort leben wollen.

Denn tatsächlich liegt die teuerste Straße Bremens in Schwachhausen. Das Viertel ist ohnehin stark vertreten auf den oberen Plätzen des Teuer-Rankings: Es belegt insgesamt acht Plätze in den Top 10 der kostspieligsten Straßen.

Ganz vorne rangieren gleich zwei Schwachhausener Straßenzüge, die sich preislich allerdings nur leicht unterscheiden: die Hermann-Allmers-Straße nimmt mit einem Kaufpreis von 5.149 Euro pro Quadratmeter die Pole-Position ein, dicht gefolgt von der benachbarten Otto-Gildemeister-Straße mit 5.126 Euro. Beide befinden sich in unmittelbarer Nähe zum beliebten Bürgerpark Bremen. Ausreichend Erholungsmöglichkeiten im Grünen sind also gegeben.

Altbauten mit Gärten und der Bürgerpark in der Nähe: Vieles spricht für Schwachhausen

Darüber hinaus verfügen die hübschen Altbau-Reihenhäuser in den beiden Straßen typischerweise ebenfalls über großzügige Gärten. Es handelt sich bei diesen Objekten größtenteils um Einfamilienhäuser. Kein Wunder also, dass man sich das Leben dort etwas kosten lässt. Der Durchschnittspreis je Quadratmeter in Bremen liegt deutlich darunter: bei 3.089 Euro

Auf Platz drei folgt dann ein „Ausreißer“ von der anderen Seite der Weser: die Straße Großer Marienweg, in der überaus beliebten Neustadt gelegen. Der großzügige Stadtteil zwischen Fluss und Flughafen zieht vor allem jüngere, kulturbegeisterte Menschen an, denn das Angebot an Cafés, Restaurants und Kulturstätten ist vielfältig.

Teure Straßen: Ein „Ausreißer“ von der anderen Weserseite landet auf Platz drei in Bremen

Dennoch ist das gute Abscheiden des Großen Marienwegs eine kleine Überraschung. Da in die Auswertung lediglich die Preise der inserierten Angebote geflossen sind, kann es sich auch um eine Art „Messfehler“ handeln, da der Wunschpreis möglicherweise überteuert war und gar kein so hoher Kaufpreis erzielt wurde.

Auf den folgenden Plätzen behauptet dann auch wieder Schwachhausen seinen Ruf als gehobenes Wohnviertel: Auf Platz vier und fünf liegen die Benquestraße mit 4.892 Euro und die Hans-Thoma-Straße mit 4.867 Euro pro Quadratmeter.

Auch ein Überflieger aus der Altstadt schafft es in die Top Ten der teuersten Straßen: Die Kolpingstraße im bekannten Bremer Schnoorviertel. Mit 4.866 Euro Quadratmeterpreis landet die inmitten des historischen Viertels gelegene Straße auf Platz sechs. Damit ist das Wohnen dort nur einen Euro günstiger als in der fünftplatzierten Hans-Thoma-Straße.

Im Schnoorviertel liegt auch das wohl kleinste Hotel der Welt.

Die Top 10 der exklusivsten Straßen in Bremen liegen deutlich über dem Durchschnittspreis

Den Rest des Feldes belegen dann wieder Top-Adressen aus Schwachhausen. Das sind die teuersten zehn Straßen in Bremen im Überblick:

  1. Hermann-Allmers-Straße (Schwachhausen) 5.149
  2. Otto-Gildemeister-Straße (Schwachhausen) 5.126 Euro
  3. Großer Marienweg (Neustadt) 5.076 Euro
  4. Benquestraße (Schwachhausen) 4.892 Euro
  5. Hans-Thoma-Straße (Schwachhausen) 4.867 Euro
  6. Kolpingstraße (Schnoorviertel) 4.866 Euro
  7. Bulthauptstraße (Schwachhausen) 4.859 Euro
  8. Hartwigstraße (Schwachhausen) 4.825 Euro
  9. Fitgerstraße (Schwachhausen) 4.811 Euro
  10. Franziusstraße (Schwachhausen) 4.811 Euro

Wer denkt, dass man in der Hansestadt schon tief ins Portemonnaie greifen muss für eine gehobene Immobilie, der sollte mal auf die sonstigen Orte in dem Ranking gucken. Denn: Es geht noch deutlich höher. In einigen Städten kostet ein Quadratmeter Wohnfläche so viel wie ein Kleinwagen.

Es geht aber noch deutlich teurer im Norden – Hamburg Spitzenreiter bei Immobilienpreisen

Im Norden findet man solche saftigen Preise natürlich in Hamburg. In der teuersten Straße der Hansestadt, Alsterufer im Bezirk Rotherbaum, muss man als Käufer 14.152 Euro für einen Quadratmeter hinblättern. Das liegt deutlich über dem Durchschnittspreis von 5.937 Euro, insgesamt beträgt die Differenz 138 Prozent.

Auf Platz zwei folgt die Warburgstraße mit 13.649 Euro, ebenfalls in Rotherbaum gelegen. Vor allem die Nähe zur Außenalster, die prächtigen Altbauten sowie die zentrale Lage machen Rotherbaum zu einer Top-Adresse der Hansestadt. Ebenfalls beliebt: die Blumenstraße in Winterhude. Sie landet mit nur unwesentlich günstigeren 13.585 Euro auf Platz drei

Eine Stadt ist teurer als alle anderen – die vorderen drei Plätze liegen alle über 15.000 Euro

Die höchsten Wohnungspreise in Deutschland gibt es allerdings in der bayrischen Landeshauptstadt München. In der Hotterstraße in Alstadt-Lehel werden 15.891 Euro für den Quadratmeter verlangt. Damit ist die Straße der deutschlandweite Spitzenreiter. Möhlstraße und die Laplacestraße im exklusiven Bogenhausen mit seinen schicken Jugendstilvillen landen auf den Plätzen zwei und drei, auch hier kostet der Quadratmeter noch über 15.000 Euro.

Grundlage für die Berechnungen waren die Angebotspreise auf immonet.de bis zum 1. Mai 2025, nicht die tatsächlich erzielten Abschlusspreise. Damit ist das Ranking nur bedingt aussagekräftig und es kann Schwankungen und Abweichungen geben.

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